Kritik an Untätigkeit der Regierung bei Pflege

18.09.2021 • 12:27 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Der SPÖ-Pensionistenverband ortet bei der Regierung Untätigkeit im Bereich der Pflege und warnt vor einem drohenden Notstand. „In Sachen Pflegekräftemangel ist es nicht mehr fünf vor, sondern bereits fünf nach 12. Der Personalmangel ist schon jetzt deutlich spürbar. Und er wird sich noch deutlich verschärfen“, warnte Pensionistenverbandspräsident Peter Kostelka. Auch die NEOS vermissen Handlungen seitens der Regierung, wie Gesundheitssprecher Gerald Loacker sagte.

„Die Regierung muss jetzt endlich die notwendigen Schritte setzen, sonst droht ein neuerlicher Pflegenotstand mit Chaos auf Kosten der Pflegebedürftigen und ihrer Angehörigen“, so Kostelka in einer Aussendung am Samstag. Es müsse dringend neues Personal ausgebildet werden, fordert er. „Hier müssen wir jetzt auch besonders das Potenzial jener Personen nutzen, die durch Corona ihren Arbeitsplatz verloren haben bzw. daran denken, sich beruflich zu verändern.“

Konkret brauche es flächendeckende, kostenlose Aus-, Um- und Weiterbildungsmöglichkeiten, finanzielle Unterstützung während der Ausbildung, ein attraktives, faires Einstiegsgehalt und ein „gesundes“ Arbeitsumfeld durch geregelte Dienst- und ausreichend Ruhe-Zeiten. „Bis 2030 brauchen wir 100.000 Menschen mehr im Pflegebereich.“ Die „vollmundig vor über 4 Jahren angekündigte Pflegereform“ müsse endlich umgesetzt werden, fordert Kostelka.