LASK vor Pflicht gegen WSG, heimstarkes Altach gegen Ried

Für den LASK steht inmitten der englischen Wochen vor dem Champions-League-Duell gegen Slovan Bratislava noch eine vermeintliche Pflichtaufgabe gegen die WSG Tirol an. Die Linzer bestreiten am Samstag (19.30) das zweite von drei Heimspielen in Folge, der Abstand auf Leader Rapid soll nicht weiter anwachsen. Im “Ländle” empfangen die heimstarken Altacher die ebenfalls formstarke SV Ried (17.00). Die Oberösterreicher sind darauf aus, den Platz in den Top sechs zu wahren.
Altach – Ried: Heimstarke Vorarlberger gegen formstarke Innviertler
Der SCR Altach will nachlegen und den Abstand zu den Top sechs weiter verkürzen. Drei Siege in den jüngsten vier Pflichtspielen haben die heimstarken Vorarlberger in Liga und Cup wieder auf Kurs gebracht. Mit der SV Ried ist jedoch ein Gegner zu Gast, der sich ebenfalls formstark präsentiert und im Cup auch Titelverteidiger LASK ins Wanken gebracht hat. Die fünf Runden ungeschlagenen Innviertler wollen im insgesamt 50. Pflichtspiel-Duell der beiden Clubs den Zug Richtung Meistergruppe wahren.
“Wir wissen schon, dass wir auf ein Toplevel kommen müssen, um zu bestehen”, sagte Altachs Trainer Ognjen Zaric. Sein Gegenüber bei den Riedern, Mario Despotovic, sah die Regenerationsphase als immens wichtig an. Die Oberösterreicher mussten in Linz 120 intensive Minuten absolvieren und haben noch dazu einen Tag weniger Zeit zur Erholung. “Wenn das ein kleiner Vorteil sein kann, dann umso besser”, meinte Zaric.
Sein Team hat alle neun Punkte und die bisher zehn geschossenen Tore in dieser Saison im Schnabelholz erreicht. Auswärts ist Altach bisher eine Nullnummer. Ried hat hingegen bisher 15 Zähler angeschrieben. Mehr waren es bei der SV nach zehn Runden zuletzt 2013 (damals 18). Mittelfeldspieler Martin Rasner meinte dazu: “Die Situation in der Meisterschaft ist relativ gut für uns. Wir hatten zuletzt einen guten Lauf. Daran ändert auch die Cup-Niederlage gegen den LASK nichts.”
LASK – WSG: Meister im dichten Programm auf Pflichtsieg aus
Die jüngsten Wochen waren für den LASK keine ganz einfachen. Die Elf von Trainer Dietmar Kühbauer kämpft mit der Doppelbelastung durch die Champions League oder Rückschlägen wie jüngst gegen Salzburg (1:3) bzw. gegen Rapid (0:2) und Sturm Graz (1:2). In der Tabelle ist der Rückstand auf Leader Rapid auf acht Punkte angewachsen. Umso wichtiger war für die Athletiker die Willensleistung im Cup gegen die SV Ried. Das 5:4 nach Verlängerung am Mittwoch hinterließ einen “super glücklichen” Kühbauer und einen ebenso freudigen Sascha Horvath.
“Mentalität und Leidenschaft waren riesig”, atmete der Mittelfeldmotor auf. Horvath forderte aber auch Verbesserungen ein. “Leichte Fehler, die wir derzeit drin haben, mit und gegen den Ball, müssen wir einfach abstellen.” Kühbauer wähnte seine Mannschaft am Freitag im “Erholungsmodus”. “Wir haben es uns gegen Ried selbst schwer gemacht, morgen ist es besser, dass wir vor dem Tor klarer sind”, forderte der Meistercoach. Angesprochen auf die vielen Gegentore stellte er fest: “Ich gewinne lieber 4:3 als 1:0.”
Auch die siebentplatzierte WSG hatte im Cup alle Hände voll zu tun, mühte sich im ausverkauften Derby bei Zweitligist Wacker Innsbruck erst im Elferschießen weiter. “Wir haben uns dann gedacht, dass es so weitergehen wird, und dann fehlen ein paar Prozentpunkte”, analysierte Trainer Philipp Semlic. In Linz braucht man zumindest nicht mit der Favoritenrolle zurechtzukommen. “Der Switch ist eine Herausforderung, aber dem müssen wir uns stellen und als Mannschaft daran wachsen”, meinte Ex-LASK-Akteur Thomas Goiginger.