Leichtflugzeug aus dem Attersee geborgen

31.08.2026 • 15:37 Uhr
Leichtflugzeug aus dem Attersee geborgen

Das am vergangenen Mittwoch bei Steinbach in den Attersee gestürzte Propellerflugzeug mit zwei toten Insassen ist Montagnachmittag aus einer Tiefe von 160 Metern geborgen worden. Spezialtauchern war es gelungen, Bergeleinen am Wrack zu befestigen, das danach mit einer Winde nach oben gezogen wurde. Anschließend wurde es ans Ufer gezogen, um es dann mit einem Kran an Land zu heben, teilte die Polizei mit.

Ursprünglich hätte das Leichtflugzeug am Samstag gehoben werden sollen, doch das Vorhaben war wesentlich komplexer als angenommen. Daher wurde eine Spezialfirma hinzugezogen. Nachdem die Leinen angebracht waren, wurde über die Seilwinde, die auf einer schwimmenden Plattform über der Unfallstelle befestigt worden war, das Flugzeug an die Wasseroberfläche gehoben.

Nicht einmal eine halbe Stunde nach dem Start ab Salzburg war es am Mittwoch um 11.25 Uhr zu dem Unglück gekommen. Aus noch ungeklärter Ursache stürzte die Maschine des Typs P2002JFS rund 300 Meter vom Ufer entfernt in den See und versank. An Bord des Zweisitzers befanden sich eine 19-jährige Flugschülerin und ihr 24-jähriger Lehrer. Beide stammten aus Deutschland. Die Staatsanwaltschaft Wels hat inzwischen ein Ermittlungsverfahren wegen fahrlässiger Tötung gegen unbekannte Täter eingeleitet. Dazu wird das Wrack behördlich sichergestellt, damit ein Sachverständiger die Unfallursache abklären kann, so ein Sprecher der Staatsanwaltschaft. Auch die Obduktion der beiden Toten wird beantragt.