Mehrere Tote nach russischen Drohnenangriffen in Ukraine
In der Ukraine sind nach Angaben der Behörden bei russischen Drohnenangriffen mehrere Menschen getötet worden. In der nordukrainischen Region Sumy starben ein 13-jähriger Bub, sein Vater und seine Großmutter, wie die örtliche Staatsanwaltschaft mitteilt. Den Angriff um kurz vor fünf Uhr morgens Ortszeit überlebten demnach die Mutter und zwei Geschwister. In Saporischschja im Südosten des Landes starb eine Frau infolge eines russischen Drohnenangriffs.
Das teilte Gouverneur Iwan Fedorow auf Telegram mit. Drei weitere Menschen seien verletzt worden. Bei russischen Drohnenangriffen auf ein Frachtschiff im Schwarzen Meer auf dem Weg in die Ukraine wurde ein Mensch getötet. Bei dem Todesopfer handle es sich um den ägyptischen Koch, teilte der ukrainische Vize-Regierungschef Oleksij Kuleba am Montag im Onlinedienst Telegram mit. Acht weitere Seeleute seien von dem nicht mehr seetüchtigen Schiff gerettet worden.
Zuvor war bei einem russischen Raketenangriff auf die südukrainische Region Odessa nach Angaben des örtlichen Gouverneurs ein Mensch getötet und drei weitere verletzt worden. Russland habe eine ballistische Rakete vom Typ Iskander auf einen landwirtschaftlichen Betrieb abgefeuert, teilte Gouverneur Oleh Kiper auf dem Kurznachrichtendienst Telegram mit. Dabei seien Fahrzeuge und Treibstofftanks in Brand geraten.
Russische Flughäfen geschlossen
Wegen des Anflugs zahlreicher Drohnen sind die vier Flughäfen der russischen Hauptstadt Moskau kurzzeitig geschlossen worden. Moskaus Bürgermeister Sergej Sobjanin erklärte am Montag im Onlinedienst Telegram, es seien 59 Drohnen abgefangen worden. Rettungskräfte seien zu den Absturzstellen entsandt worden. Der Flugverkehr an den Hauptstadtflughäfen Scheremetjewo, Domodedowo und Wnukowo sowie Schukowski sei vorübergehend eingestellt worden, erklärte die Luftfahrtbehörde.
Sobjanin machte zwar keine Angaben darüber, woher die Drohnen kamen. Die Ukraine richtet aber immer wieder Drohnen gegen Russland als Vergeltung für russische Luftangriffe auf ukrainische Städte. In der Früh erklärten die russischen Behörden dann, die Moskauer Flughäfen seien wieder geöffnet.
Krise auf der Krim
Unterdessen verdichten sich die Zeichen für eine Krise auf der von Russland annektierten Halbinsel Krim. In der Hafenstadt Sewastopol seien für Montag alle öffentlichen Open-Air-Veranstaltungen abgesagt worden, teilte Stadtgouverneur Michail Raswoschajew auf Telegram mit. Es werde auch keine Straßenbeleuchtung geben. Raswoschajew rief die Bevölkerung außerdem zum Stromsparen auf. Zuvor hatten ukrainische Drohnenangriffe auf Versorgungswege und Energieanlagen zu einem Treibstoffmangel in der bei russischen Touristen beliebten Urlaubsregion geführt.