Ministerium mahnt zu Vorsicht bei Bewegung im Freien

26.06.2026 • 14:58 Uhr
Ministerium mahnt zu Vorsicht bei Bewegung im Freien

Aufgrund der aktuell herrschenden Hitzewelle mit prognostizierten bis zu 40 Grad mahnt das Sportministerium zu besonderer Vorsicht bei Sport im Freien. Die Kombination aus hohen Temperaturen, starker Sonneneinstrahlung und hoher Luftfeuchtigkeit kann den Körper stark belasten, hieß es am Freitag in einer Aussendung des Ministeriums. Insbesondere bei intensiverer Bewegung produziere der Körper zusätzliche Wärme, die durch Schwitzen wieder abgegeben werden muss.

Wenn das eben nicht ausreichend möglich ist, steigt die Belastung für Herz und Kreislauf. “Sport soll guttun, gerade bei großer Hitze müssen wir aber besonders umsichtig sein. Wer sich bewegt, sollte auf den eigenen Körper hören, ausreichend trinken und die heißesten Stunden des Tages meiden”, sagte Sport-Staatssekretärin Michaela Schmidt (SPÖ).

Extreme Hitze nicht unterschätzen

Extreme Hitze dürfe keinesfalls unterschätzt werden, hieß es von Jürgen Scharhag, Leiter des Österreichischen Instituts für Sportmedizin. Warnzeichen wie starker Schwindel, Benommenheit, Kopfschmerzen, Übelkeit, Muskelkrämpfe oder Kältegefühl trotz Hitze können Anzeichen dafür sein, dass die Hitzetoleranz des Körpers überschritten wird. In solchen Fällen sollte die Belastung sofort beendet und der Körper gekühlt werden, hieß es in der Aussendung.

Sportlerinnen und Sportler sollten für ihre Aktivitäten die kühlen Tageszeiten, etwa die frühen Morgen- oder die späten Abendstunden, nutzen und ausreichend trinken. Auch die Intensität des Trainings sollte angepasst und reduziert werden. Zudem sollte etwa mit Bewegung im Schatten, Fahrtwind, kühlem Wasser oder klimatisierten Räumen für Kühlung gesorgt werden. Helle, atmungsaktive und UV-schützende Funktionskleidung könne ebenfalls helfen, zudem solle nicht auf Sonnencreme vergessen werden.

Vorsicht bei Baden und Schwimmen

Das Sportministerium gab einen Appell an alle Sportlerinnen und Sportler, Trainerinnen und Trainer sowie Veranstalter ab, die angesichts der extremen Hitze der kommenden Tage verantwortungsvoll handeln sollten. Auch beim Baden und Schwimmen sei Vorsicht angesagt. Trainingseinheiten und Wettkämpfe sollten bei Bedarf angepasst, verschoben oder in kühlere Räume verlegt werden.