Nach Tötung von achtjähriger Steirerin – Vater geständig

Nach dem Tod einer achtjährigen Steirerin hat der Vater am Mittwoch vor der Polizei gestanden. Er gab an, dass er nach Streitigkeiten mit seiner Partnerin Suizid begehen wollte. Zuvor wollte er die Tochter töten, gab er bei der Vernehmung an. Die Obduktion ergab, dass das Mädchen aufgrund von starkem Blutverlust in Folge der schweren Schnitt- und Stichverletzungen gestorben ist, hieß es seitens der Landespolizeidirektion Steiermark.
Der 37-Jährige gab gegenüber den Ermittlern an, dass er Streit mit seiner Lebensgefährtin und Mutter der gemeinsamen Töchter hatte. Danach dürfte er ins Kinderzimmer gegangen sein und dort gegen 22.45 Uhr mit einem Messer seine ältere Tochter attackiert haben. Er fügte ihr tödliche Schnitt- und Stichwunden zu. Anschließend ging er ins Badezimmer, wo er sich selbst verletzte, um Suizid zu begehen. Er wurde aber von den Einsatzkräften gefunden und rechtzeitig medizinisch versorgt. Für das Kind dagegen war es zu spät. Es starb wenig später im Krankenhaus. Die Obduktion ergab massiven Blutverlust durch Verletzungen am Hals.
Küchenmesser als Tatwaffe
Die Ermittler führen trotz des Geständnisses weitere Erhebungen im Umfeld durch: Andere Familienmitglieder, vor allem die Lebensgefährtin des 37-Jährigen, sowie auch andere Angehörige und Nachbarn werden befragt, hieß es seitens der Landespolizeidirektion. Die mutmaßliche Tatwaffe wurde sichergestellt und diese wird ebenfalls untersucht: Es handelt sich um eine Art japanisches Küchenmesser mit einer etwa 20 Zentimeter langen Klinge, sagte Polizeisprecher Fritz Grundnig zur APA.
Der Mann hatte gemeinsam mit seiner Partnerin, den gemeinsamen zwei Töchtern sowie mit seinem Bruder, dessen Ehefrau und deren drei Kinder in einem nicht allzu großen Haus zusammengelebt. Wie Medien am Mittwoch berichteten, soll die Großfamilie vor rund zehn Jahren in das Haus eingezogen sein. Sie sollen sich aktiv am Dorfleben beteiligt haben. Alle zusammen waren angeblich häufig in trachtigen Lederhosen und barfuß unterwegs, stets freundlich. Diese Angaben konnten die Ermittler bisher aber nicht bestätigen. Bisher gab es keine Polizeieinsätze bei der Familie, sie war unauffällig.
(S E R V I C E – Hilfsangebote für Personen mit Suizidgedanken und deren Angehörige bietet das Suizidpräventionsportal des Gesundheitsministeriums. Unter finden sich Kontaktdaten von Hilfseinrichtungen in Österreich. Infos für Jugendliche gibt es unter )