Nackter mutmaßlicher Drogendealer behindert Hausdurchsuchung

07.09.2026 • 13:21 Uhr
Nackter mutmaßlicher Drogendealer behindert Hausdurchsuchung

Ein 35-Jähriger hat Sonntagfrüh in Wien-Mariahilf mittels kurioser Methoden versucht, einer Hausdurchsuchung zu entgehen. Nachdem die Polizei bei einer Streife starken Cannabisgeruch wahrgenommen hatte, machten die Beamten eine verdächtige Erdgeschosswohnung ausfindig. Der Bewohner versuchte daraufhin, die Sicht in seine Wohnung mit seinem nackten Körper zu versperren. Bei der anschließenden Wohnungsdurchsuchung stellte die Polizei 1,7 Kilogramm Cannabis sicher.

Trotz der Anstrengungen des Verdächtigen bemerkten die Beamten Pflanzen und für den Cannabisanbau typische Abluftschläuche. Daraufhin reichte der Mann ihnen eine Zimmerpflanze durch das Fenster, um zu demonstrieren, dass sich keine Cannabispflanzen in der Wohnung befinden würden.

Nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft Wien erfolgte aufgrund der Verdachtslage eine Hausdurchsuchung mit Unterstützung der WEGA, da sich der Bewohner nachdrücklich weigerte, die Türe zu öffnen. In der Wohnung stellten die Beamten 30 Cannabispflanzen, rund 1,7 Kilogramm Cannabiskraut sowie Utensilien zur Cannabisherstellung sicher. Ein Sprecher der Polizei bestätigte auf Nachfrage der APA, dass darüber hinaus ein hoher dreistelliger Bargeldbetrag in der für Drogenhandel üblichen Stückelung entdeckt wurde. Es besteht daher der Verdacht auf Vorbereitung für Suchtgifthandel. Der 35-jährige Pole wurde vorläufig festgenommen und in eine Justizanstalt gebracht. Er leistete dabei keinen Widerstand.