Neues Verfahren zur Entfernung Asiatischer-Hornissen-Nester

10.09.2026 • 16:57 Uhr
Neues Verfahren zur Entfernung Asiatischer-Hornissen-Nester

Erstmals in Österreich ist am Donnerstag im Tiroler Kössen (Bezirk Kitzbühel) ein neues Verfahren zur Entfernung eines Nestes der Asiatischen Hornisse eingesetzt worden. Es handelte sich dabei um ein thermisches Verfahren ohne den Einsatz von Pestiziden, bei dem heißer Dampf eingesetzt wird, teilte das Land Tirol am Donnerstag mit. Die Insektenart stellt eine Gefahr für die Biodiversität dar. Vor zwei Wochen war die Asiatische Hornisse erstmals in Tirol entdeckt worden.

Bei dem neuen Verfahren mit dem Namen “velutina Steam EX” wurde mithilfe eines vom Boden aus eingesetzten Rohrsystems das hoch in einem Baum gelegene Nest mit heißem Dampf behandelt. “Das Verfahren kommt ohne Biozide bzw. Insektizide aus und ermöglicht die Behandlung auch von hoch in Bäumen gelegenen Sekundärnestern”, erklärte Harald Wiedemann vom Pflanzenschutzdienst des Landes. “Nach der thermischen Behandlung können zurückkehrende Arbeiterinnen über dasselbe Rohrsystem abgesaugt und das Nest anschließend entfernt werden.” Das System habe sich bereits in Deutschland bewährt.

Bei der Asiatischen Hornisse handelt es sich um eine eingeschleppte Art, die sich in Mitteleuropa zunehmend ausbreitet. Gekennzeichnet ist das Insekt durch einen schwarzen Körper, ein orangefarbenes Band am Hinterleib und schwarze Beine mit auffallend gelben Spitzen. Das Tier stellt eine Bedrohung für heimische Bienen dar. Die Bevölkerung sei daher aufgerufen, Sichtungen umgehend zu melden. Das Nest sollte keinesfalls selbst entfernt werden, wurde betont.