Ölpreise sinken – Trumps Optimismus und Waffenruhe stützen

17.04.2026 • 08:14 Uhr

Die Ölpreise haben am Freitag in der Früh etwas nachgegeben. Die Nordseesorte Brent mit Lieferung im Juni sank zuletzt um 1,26 Prozent und kostete 98,09 US-Dollar (83,25 Euro) je Barrel (159 Liter) Rohöl. Während im Libanon seit Mitternacht eine Waffenruhe zwischen Israel und der vom Iran unterstützten Hisbollah-Miliz gilt, zeigt sich US-Präsident Donald Trump zuversichtlich über eine Einigung auch im Krieg mit Teheran.

“Wir sind sehr nahe dran an einem Abkommen”, sagte er Reportern vor dem Weißen Haus. Sollte es nötig sein, werde er die noch bis Mittwoch dauernde Waffenruhe verlängern, sagte Trump. Unter dem starken wirtschaftlichen Druck durch die Blockade der Straße von Hormuz beraten unter anderem Deutschland, Frankreich und Großbritannien heute in Paris über eine mögliche Militärmission nach dem Iran-Krieg. Das Ziel ist die Erarbeitung eines “multinationalen Plans” zur Sicherung der Meerenge.

“Angst trieb die Rally”

“Das vorherrschende Thema ist jetzt nicht Eskalation, sondern Stabilisierung”, sagte Priyanka Sachdeva, Senior Market Analyst beim Broker Phillip Nova Pte, der Nachrichtenagentur Bloomberg. “Die Ölmärkte senden eine klare Botschaft: Angst trieb die Rally, Diplomatie treibt die Korrektur, und Unsicherheit wird die Volatilität in Zukunft bestimmen.”

Der Ölmarkt ist von dem Konflikt stark erschüttert worden. Die Kämpfe führten zu einem beispiellosen Angebotsschock, nachdem Teheran den Großteil des Schiffsverkehrs durch die Straße von Hormuz gestoppt und damit ein Fünftel der weltweiten Ölströme gestört hatte. Zuletzt verhängten die USA zudem eine eigene Seeblockade.