Oktoberfest in München zur Halbzeit mit Besucherplus

Die Massen strömen, das Bier auch: Bei schönem Volksfestwetter hat das Oktoberfest zur Halbzeit noch mehr Menschen angelockt als im Vorjahr. Die Festleitung schätzte die Besucherzahl auf rund 3,8 Millionen – nach 3,5 Millionen im Vorjahr. Dennoch kam es nicht zu gefährlichen Auslastungsspitzen wie 2025. “Es war von Anfang an eine entspannte Atmosphäre, es war eine friedliche erste Woche”, sagte Wiesnchef Christian Scharpf (SPD).
Münchens dritte Bürgermeisterin Verena Dietl (SPD) lobte die “harmonische und gute Atmosphäre”. Die Menschen achteten gut aufeinander. Analog zu den Besucherzahlen berichten Polizei und Wiesn-Sanitätsstation von gestiegenen Einsatzzahlen, ziehen aber eine positive Bilanz. Überschattet wurde das Fest nur von einem tödlichen Unfall. Ein Sicherheitsmitarbeiter eines Fahrgeschäfts starb, nachdem er von einer Gondel getroffen worden war. Die Wiesn, die als größtes Volksfest der Welt gilt, dauert noch bis 4. Oktober.
Überfüllung wurde verhindert
Zu der entspannten Atmosphäre trug nach Ansicht von Wiesnchef Scharpf eine Kampagne bei, mit der die Festleitung für Besuche unter der Woche geworben hatte, um die Besucherströme zu entzerren. Unter der Woche seien 18,5 Prozent mehr Gäste gekommen, die Zahlen an den Wochenenden lägen leicht unter Vorjahresniveau.
Bewährt habe sich das optimierte Sicherheitskonzept mit KI-gestützten Videokameras und einem Crowdspotter, der das Geschehen beobachtet und mit Durchsagen lenkend eingreifen kann. “Es ist ein Quantensprung für die Sicherheit auf der Wiesn”, sagte Scharpf. Am Samstag seien bei starkem Andrang zeitweise Eingänge gesperrt worden. Aber: “Es gab zu keiner Zeit solche Menschentrauben, wie wir sie letztes Jahr hatten.” Damals entging das Fest womöglich knapp einer Katastrophe, als es für viele Menschen nicht mehr vor- und zurückging.