Olga Esina sagt nach 20 Jahren dem Staatsballett Adieu

Dem Wiener Staatsballett steht das Ende einer Ära bevor: Olga Esina, Erste Solotänzerin, verabschiedet sich mit Ende der laufenden Saison nach 20 Jahren aus der Compagnie. Die gebürtige Russin ging nach der Ausbildung in ihrer Heimatstadt St. Petersburg ans Mariinski, von wo sie 2006 als Solistin ins Ballett der Wiener Staatsoper und Volksoper wechselte. Bereits 2010 avancierte sie dort zur Ersten Solotänzerin und war in legendären Choreografien in Wien zu erleben.
Die seit dem Vorjahr amtierende neue Ballettdirektorin Alessandra Ferri zollte der alsbald scheidenden Diva ihren größten Respekt: “Erst in der vergangenen Spielzeit hatte ich das Privileg, sie näher kennenzulernen, und konnte feststellen, dass die außergewöhnliche Eleganz, die sie als Ballerina ausstrahlt, weit über die Bühne hinausreicht. Sie zeigt sich in ihrem Wesen, in ihrer Seele und in allem, was sie tut.”
Die so Gepriesene möchte sich nach ihrer Tanzkarriere offenbar vor allem um den tänzerischen Nachwuchs kümmern. “Ich habe das Gefühl, dass ich etwas weiterzugeben habe. Kunst und insbesondere der Tanz haben mir unendlich viel gegeben, und ich bin überzeugt davon, dass Kunst für unsere Gesellschaft und für die Entwicklung zukünftiger Generationen von großer Bedeutung ist”, stellte sie in einer Aussendung klar.