Rapid auf dem Transfermarkt in der Warteschleife

Im Gegensatz zu den vergangenen Jahren ist die Sommer-Übertrittszeit bei Rapid bisher bemerkenswert ruhig verlaufen. Es gab nur wenige Neuzugänge und keinen millionenschweren Abgang, doch was nicht ist, kann noch werden, betonte Geschäftsführer Sport Markus Katzer am Dienstag. “Die Ruhe trügt ein bisschen. Durch die WM hat sich alles ein bisschen verschoben, aber jetzt merkt man schön langsam, dass der Transfermarkt aufwacht.”
In Bewegung gesetzt wird das Transferkarussell traditionell vom finanzstarken England. “Und da beginnen die Transfers diesmal später”, meinte Katzer. Nichtsdestotrotz gilt Romeo Amane schon jetzt als erster Wechselkandidat. Der Mittelfeldmann stand beim Cup-Aufstieg am Sonntag gegen Wienerberg nicht im Kader. “Nicht wegen eines Transfers, sondern weil er leicht angeschlagen war”, erklärte Katzer.
Katzer glaubt in puncto Transfers an “wilden August”
Für Amane gebe es zwar viele Interessensbekundungen, aber noch kein passendes Offert. “Wir beschäftigen uns nur mit Angeboten in Regionen, die uns zufriedenstellen, doch die waren bisher nicht da.” Auch andere Profis könnten Rapid Geld bringen. “Der Transfermarkt ist so verrückt wie jedes Jahr. Manchmal kommen Sachen von einer Sekunde auf die andere, mit denen man nicht rechnet”, sagte Katzer. “Ich glaube, dass es im August noch einmal wild wird.”
Allein schon aufgrund der aktuellen Kadergröße werden Abgänge wohl nicht ausbleiben, selbst wenn der Einzug in die Ligaphase der Conference League geschafft werden sollte. “Es gibt Situationen, die wir im Auge haben, bei denen wir eine Lösung finden wollen”, erklärte Rapids Sportchef. Eine allzu große Personalfluktuation sei jedenfalls nicht zu erwarten, so Katzer. “Das Learning der letzten Jahre ist, dass wir nicht zu viele Veränderungen vornehmen wollen, um Stabilität zu gewährleisten.”