Reisetätigkeit ließ 2025 nach

29.04.2026 • 12:19 Uhr
Reisetätigkeit ließ 2025 nach

Die Reiselust ist da, doch gespart werden muss trotzdem. Im abgelaufenen Jahr erreichte die Zahl der Urlaubsreisenden laut Statistik Austria mit 5,95 Millionen einen neuen Höchststand. Die Zahl der Reisen sank allerdings um 1,8 Prozent unter das “Rekordniveau des Jahres 2024” auf rund 27 Millionen, wie aus den aktuellen Daten von heute, Mittwoch, hervorgeht. Die Geschäftsreisen gingen um ein Zehntel zurück. Fast ein Viertel der Wohnbevölkerung verreiste gar nicht.

“Im Jahr 2025 sind die Menschen in Österreich etwas weniger verreist als im Rekordjahr 2024”, hielt Statistik-Austria-Generaldirektorin Manuela Lenk fest. Dabei habe sich die Zahl der Inlandsurlaube um 2 Prozent auf 12,8 Millionen verringert, während die Auslandsurlaubsreisen mit minus 1,6 Prozent auf 14,3 Millionen etwas weniger deutlich zurückgegangen seien. Als Urlaubsreisen erfasst sind Aufenthalte ab einer Übernachtung, inklusive Verwandten- und Bekanntenbesuche.

Österreich und Italien am beliebtesten

Österreich blieb mit einem Anteil von 47,2 Prozent das beliebteste Reiseziel. Dahinter folgten Italien mit 20,3 Prozent, Deutschland (14,6 Prozent), Kroatien (11,7 Prozent), Spanien inklusive Andorra und Gibraltar (5,6 Prozent) und Griechenland (4,1 Prozent). 8,1 Prozent der Reisen führten in die Ferne (außerhalb Europas und der Türkei), in Summe 35,6 Prozent ins sonstige Ausland.

Im Inland führten die meisten Reisen in die Steiermark mit einem Anteil von 19,8 Prozent, gefolgt von Salzburg (14,9 Prozent) und Niederösterreich gleichauf mit Oberösterreich (13,3 Prozent).

Neben der Gesamtzahl der Urlaubsreisen von in Österreich lebenden Personen sanken auch die in Beherbergungsbetrieben gebuchten Nächtigungen. Hier gab es 2025 gegenüber dem Jahr davor ein Minus von 2,5 Prozent auf 137,65 Millionen – im Inland verringerten sie sich um 4 Prozent auf rund 40,7 Millionen, im Ausland um 1,9 Prozent auf rund 96,9 Millionen. Inlandsurlaubsreisen waren mit einer durchschnittlichen Aufenthaltsdauer von 3,2 Nächten kürzer als Auslandsurlaubsreisen mit durchschnittlich 6,8 Nächten.

Anreise per Auto erstmals unter 60 Prozent

Die Reisen erfolgen nach wie vor überwiegend mit dem eigenen Auto. Doch der Pkw-Anteil sank im abgelaufenen Jahr mit 59,3 Prozent erstmals seit Beginn der Statistik-Aufzeichnungen im Jahr 2006 unter 60 Prozent. Parallel dazu stiegen der Anteil der Flug- und Bahnreisen auf 19,1 bzw. 15,2 Prozent. Der Rest entfiel auf Verkehrsmittel wie Schiff, Bus oder Reisebus.

Im Inland wurde für 73,6 Prozent der Reisen ein Pkw verwendet – doch auch hier wurde der niedrigste Wert seit 2006 verzeichnet. Dafür wurde laut Statistik Austria mit einem Anteil von 21,5 Prozent ein neuer Rekord bei Zugreisen aufgestellt.

Fast ein Viertel der Bevölkerung verreist nicht

76,7 Prozent der in Österreich lebenden Personen (ab 15 Jahren) machten im abgelaufenen Jahr mindestens eine Urlaubsreise mit Übernachtung. Fast ein Viertel (23,3 Prozent) verreiste gar nicht.

Für die Hälfte (53,7 Prozent) der Nicht-Reisenden gab es keine Beweggründe für eine Reise, 34,6 Prozent führten gesundheitliche Gründe an, 31,5 Prozent finanzielle Gründe. Ein Viertel hatte keine Zeit aufgrund von familiären Verpflichtungen, gut ein Fünftel (21,7 Prozent) aufgrund von beruflichen Verpflichtungen. 10,7 Prozent der Nicht-Reisenden hatten Sicherheitsbedenken.

Geschäftsreisen deutlich rückläufig

Wesentlich stärker als die Urlaubsreisen brachen 2025 die Dienst- und Geschäftsreisen ein. Sie gingen um rund ein Zehntel von 3,8 Millionen auf 3,4 Millionen zurück. Die knapp 1,2 Millionen Reisenden buchten dabei insgesamt 11,57 Mio. Übernachtungen im In- und Ausland.

47,2 Prozent der Geschäftsreisen wurden in Österreich absolviert – am häufigsten ging es nach Wien (15,7 Prozent aller Inlandsgeschäftsreisen) und Oberösterreich (15,3 Prozent). Auslandsgeschäftsreisen, die etwas mehr als die Hälfte aller Geschäftsreisen ausmachen, führten überwiegend nach Deutschland (40,3 Prozent), gefolgt von Italien (8,5 Prozent).