Schuljahr beginnt in Wien, Niederösterreich und Burgenland
Für über eine halbe Million Schülerinnen und Schüler in Wien, Niederösterreich und dem Burgenland beginnt am Montag das neue Unterrichtsjahr. Darunter sind auch 42.000 Taferlklassler, die zum ersten Mal in einem Klassenzimmer Platz nehmen. Noch eine Woche Ferien haben dagegen die 663.000 Kinder und Jugendlichen in den anderen sechs Bundesländern. Dort steht für 53.000 Kinder der allererste Schultag an.
Das neue Schuljahr bringt u.a. das Aus für die verpflichtenden Deutschförderklassen und -kurse. Die Hälfte der Standorte richtet heuer keine separaten Klassen oder Gruppen mehr ein, um Kinder mit Deutschkenntnissen beim Lernen der Unterrichtssprache zu unterstützen. Für Mädchen bis 14 gilt ab Schulbeginn ein Kopftuchverbot am Schulgelände, bei Verstößen drohen in letzter Konsequenz Strafen bis zu 800 Euro. Ebenso teuer kann es werden, wenn Eltern nicht mit der Schule zusammenarbeiten, wenn ihr Kind wegen Gewalt vorübergehend von der Schule suspendiert wurde oder vor dem Schulabbruch steht.
Unter dem Titel “Mittleres Management” sollen Lehrkräfte in Schulen mit mindestens 15 Klassen die Direktion entlasten. Ein “Chancenbonus” soll wiederum an 400 Schulen mit besonders vielen bildungsfernen Migrantenkindern mehr Förderung ermöglichen. Insgesamt gibt es 800 zusätzliche Posten, das können Lehrkräfte oder auch Unterstützungspersonal wie Schulpsychologen und Schulsozialarbeitern, Theaterpädagoginnen oder Trainer für Legasthenie und Dyskalkulie sein.