Sechs Listen rittern bei Kärntner Landwirtschaftskammerwahl

Sechs Listen werden in knapp drei Wochen, am 25. Oktober, auf dem Wahlzettel der Landwirtschaftskammerwahl in Kärnten stehen. Aus der vergangenen Wahl im Jahr 2021 war der Bauernbund als Sieger hervorgegangen: Die Liste mit Präsident Siegfried Huber erhielt 46,31 Prozent (minus 0,9 Prozentpunkte) der Stimmen und damit 18 Mandate, also genau die Hälfte der Sitze in der Kammer.
Bei der heurigen Wahl werden neben dem Bauernbund noch weitere fünf Listen antreten: Die Freiheitliche und Unabhängige Bauernschaft (mit Listenerstem Roman Linder), die Gemeinschaft der Kärntner Bäuerinnen und Bauern / Skupnost južnokoroških kmetic in kmetov (Marjan Cik), die SPÖ Bäuerinnen und Bauern Kärnten (Ralph Dörflinger), die Liste Heimo Urbas / Österreichischer Unabhängiger Bauernverband – UBV/Kärnten und die Grünen Bäuerinnen und Bauern (Karlheinz Gigler).
Rund 62.500 Personen sind bei der Landwirtschaftskammerwahl am Sonntag, dem 25. Oktober, wahlberechtigt. Wer am Wahltag verhindert ist, kann bereits am Vorwahltag am Freitag, den 16. Oktober 2026, von seinem Wahlrecht Gebrauch machen.
36,02 Prozent Wahlbeteiligung
Mit 20,53 Prozent (minus 5,3 Prozentpunkte) landete die Freiheitliche und Unabhängige Bauernschaft vor fünf Jahren auf Platz zwei, sie stellt mit sieben zwei Vertreter weniger als nach der Wahl im Jahr 2016. 11,66 Prozent der Stimmen (plus 0,8) entfielen auf die Südkärntner Bäuerinnen und Bauern, die die SPÖ Bäuerinnen und Bauern überholten (10,89 Prozent, minus 1,6). Beide Listen stellten damit nach wie vor je vier Mandatare. Eine Überraschung war das Abschneiden der Liste Heimo Urbas: Mit 5,98 Prozent schaffte es die Liste mit zwei Mandaten in die Vollversammlung. Und um einen Prozentpunkt auf 4,63 Prozent zugelegt haben die Grünen Bäuerinnen und Bauern, sie hielten ihr Mandat.
Im Vorstand hielt der Bauernbund seine vier Vorstandssitze, die Freiheitlichen verloren einen ihrer zwei Sitze. Dieser wanderte zu den Südkärntner Bäuerinnen und Bauern, die damit ebenso einen Vorstandssitz haben, wie die SPÖ Bäuerinnen und Bauern. 62.523 Personen waren wahlberechtigt, allerdings wurden nur 22.521 Stimmen abgegeben. Die Wahlbeteiligung von 36,02 Prozent war damit noch einmal unter dem Wert von 2016 (39,85 Prozent) gelegen.