Spanien läuft sich im zweiten Versuch warm: 4:0 gegen Saudis
Mitfavorit Spanien ist seiner Rolle bei der Fußball-WM in den USA, Mexiko und Kanada im zweiten Anlauf endlich gerecht geworden. Mit Jungstar Lamine Yamal erstmals in der Startelf fertigte der Europameister den krassen Außenseiter Saudi-Arabien am Sonntag in Atlanta in Gruppe H mit 4:0 (3:0) ab und ist auf bestem Weg Richtung Sechzehntelfinale – wo man ein möglicher Gegner der ÖFB-Elf ist.
Sechs Tage nach dem enttäuschenden 0:0 gegen die Kapverden sorgten Yamal (10.) und Mikel Oyarzabal (21., 24.) früh für klare Verhältnisse, ein Eigentor Hassan Al-Tambaktis (49.) brachte bald nach der Pause den Endstand einer völlig einseitigen Partie. In dieser Form muss sich Spanien auch vor dem Gruppen-Abschluss (Freitag) gegen Uruguay nicht fürchten.
Yamal, aufgrund seiner Oberschenkelblessur für einen Einsatz von Beginn an fraglich gewesen, drückte der Anfangsphase prompt seinen Stempel auf. Der 18-Jährige verlieh dem spanischen Spiel jene Dynamik und Unberechenbarkeit, die der Furia Roja zum Auftakt noch gefehlt hatte und brach mit dem 1:0 nach Stanglpass Oyarzabals früh den Bann. Der Assistgeber ließ wenig später innerhalb von vier Minuten einen Doppelpack folgen und verpasste bei einem Schuss an die Oberlatte nur knapp einen lupenreinen Hattrick (35.).
Spanien mit Fortdauer im Verwaltungsmodus
Die wenigen Offensivaktionen Saudi-Arabiens klärte Spaniens Defensive souverän, nach Wiederbeginn ging die Party zum 65. Geburtstag von Trainer Luis de la Fuente weiter – allerdings etwas schaumgebremster und ohne Oyarzabal sowie Yamal. Ein Cucurella-Volley nach Ecke wurde mit Pech zum Eigentor durch Al-Tambakti, danach war aber Schluss. Spanien ließ einige Möglichkeiten liegen, schaltete immer mehr zurück und kam doch kein einziges Mal in Verlegenheit.
“Wir haben das erste Spiel analysiert und waren uns einig, dass wir mehr Vertikalität für ein tieferes Spiel brauchen. Wir haben von der ersten Minute an versucht, unseren Gegner zu ersticken”, resümierte ein zufriedener de la Fuente. Wunderknabe Yamal sei nun “in perfekter Verfassung für Partien über die volle Zeit”, seine Auswechslung zur Pause genau richtig gewesen, um in ihm den “Hunger auf mehr zu wecken”.