Stress verändert Essverhalten der Österreicher

Bei 71 Prozent hat Stress Auswirkungen auf das Essverhalten. Das hat die repräsentative Marketagent-Umfrage “Wie is(s)t Österreich?” der Krüger Group GmbH aus dem Frühjahr 2026 ergeben. In intensiven Arbeitsphasen würde rund ein Viertel der Befragten zu Snacks greifen, um Energie zu tanken, hieß es bei einem Pressetermin am Mittwoch in Wien.
Besonders junge Menschen würden einen Zusammenhang zwischen Essgewohnheiten und Stress erkennen. Je jünger die Befragten, desto stärker sei laut Marketagent der Effekt. In der Generation Z würden um die 84 Prozent einen klaren Zusammenhang erkennen, bei den Babyboomern hätten Zeitdruck und Anspannung nur bei rund 40 Prozent Auswirkung auf den Ernährungsalltag.
Bewusste Ernährung für Menschen in Österreich wichtig
Für um die 71 Prozent der 1.500 Befragten hätte der reflektierte Umgang mit Lebensmitteln einen hohen Stellenwert und rund jeder Fünfte gab an, darauf zu achten, was sie zu sich nehmen. Überhaupt keine Bedeutung habe bewusste Ernährung für ein Prozent. Im Haushalt würden hauptsächlich Frauen auf die Ernährung der anderen Familienmitglieder achten. Das gehe laut Marketagent oft damit einher, wer kocht und die Einkäufe tätigt. Im Alltag bleibt immer seltener Zeit für ausgiebige Mahlzeiten, wodurch sich neue Essroutinen entwickeln würden.
Fast die Hälfte der Österreicherinnen und Österreicher snackt täglich, manche sogar mehrmals am Tag. Für 96 Prozent der Befragten ist der Geschmack das wichtigste Kriterium, rund neun von zehn nennen außerdem das Preis-Leistungs-Verhältnis. Auch die Verfügbarkeit des bevorzugten Zwischengerichts spielt für die meisten eine wichtige Rolle – dem günstigen Preis, natürlichen Zutaten und einem niedrigen Zuckergehalt werden ebenso eine hohe Bedeutung beigemessen.
Proteine, weniger Zucker und pflanzliche Produkte im Trend
Laut Thomas Gerdenitsch, Geschäftsführer des Lebensmittelunternehmens Krüger Austria, würden speziell proteinreiche Produkte häufig mit Sport, Muskelaufbau und Energie für den Alltag in Verbindung gebracht. Auch Ernährungstrends würden häufiger erfasst, fast die Hälfte der Befragten gab an, Protein als Trend zu erkennen. Dieser ist besonders bei der Generation Z beliebt, fast sieben von zehn gaben an, proteinreiche Snacks mindestens einmal pro Woche zu konsumieren. Auch geringere Mengen an Zucker und pflanzliche Produkte werden vermehrt als modern erkannt.