Stromleitung an AKW Saporischschja wiederhergestellt

Eine wichtige Stromleitung am Atomkraftwerk Saporischschja in der Ukraine funktioniert wieder. Nach 15 Stunden Stromausfall sei die externe Versorgung von Europas größtem Kernkraftwerk wiederhergestellt worden, teilte die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) auf der Plattform X mit. Zuvor musste die Anlage laut IAEA zur Kühlung ihrer sechs abgeschalteten Reaktoren auf Notstromdieselgeneratoren zurückgreifen.
Es habe sich bereits um den 18. Ausfall der externen Stromversorgung während des russischen Angriffskriegs in der Ukraine gehandelt, es sei einer der längsten Ausfälle gewesen. Der jüngste Vorfall unterstreiche die extreme Anfälligkeit des Stromnetzes und die Dringlichkeit der Angelegenheit, teilte IAEA-Generaldirektor Rafael Grossi mit. Die Ukraine und Russland hatten sich zuvor erneut auf eine begrenzte Waffenruhe geeinigt, um die Reparaturen zu ermöglichen. Die IAEA hatte zwischen den Kriegsparteien vermittelt.
AKW immer wieder von Kriegshandlungen betroffen
Nach Angaben der IAEA sollte die Stromleitung wiederhergestellt werden, um das Risiko eines Atomunfalls zu verringern. Das ukrainische AKW, das von Russland besetzt ist, benötigt Elektrizität zur Kühlung von radioaktivem Material. Die Anlage war vorübergehend nur mehr an eine einzige Leitung angeschlossen. Durch die Reparatur ist demnach eine Zweite dazukommen. Vor Beginn des russischen Angriffskriegs gab es zehn Leitungen.
Das AKW ist immer wieder von Kriegshandlungen betroffen, zuletzt von einem Drohnenangriff. Moskau und Kiew geben sich gegenseitig die Schuld für die Zwischenfälle.