Sturm Graz vor Pflichtaufgabe gegen Lieblingsgegner Altach

14.08.2026 • 23:30 Uhr
Sturm Graz vor Pflichtaufgabe gegen Lieblingsgegner Altach

Nach dem Aus in der Champions-League-Qualifikation gegen Fenerbahce steht Sturm Graz im ersten Bundesliga-Heimspiel der Saison am Samstag (19.30 Uhr) vor der Pflichtaufgabe Altach. Die Vorarlberger haben ihrem Ex-Trainer Fabio Ingolitsch aber schon einmal die Suppe versalzen und konnten sich akribisch auf den Europacup-Starter vorbereiten. Im zweiten Samstag-Spiel (17.00 Uhr/beide Sky) gastiert der Wolfsberger AC bei Aufsteiger Austria Lustenau.

Sturm – Altach: Grazer “Lieblingsgegner” zu Gast

Statt des Königsklassen-Play-offs kann sich Sturm nun ganz dem nationalen Tagesgeschäft widmen, ehe Mitte September die Europa League beginnt. “Das Gefühl des Verlierens war neu”, sagte Ingolitsch im Rückblick auf das 0:1 gegen den türkischen Großclub, die erste Pflichtspiel-Heimniederlage seiner Ära. “Ich hoffe, dass wir schnell auf die Siegerstraße zurückkehren. Es gibt keinen besseren Moment als morgen im Ligaspiel.” Mit Altach und Lustenau wartet ein Vorarlberger-Doppel, in dem der Vizemeister jeweils zu Hause Siege fest eingeplant hat. Danach nämlich wird das Programm mit Rapid (a), LASK (h), Salzburg (a) und Austria (a) “knackig”.

Wer dann noch das Sturm-Dress trägt, ist unklar. Mittelfeldabräumer Ryan Fosso wechselte am Freitag zu Standard Lüttich, und auch Abwehrschrank Jeyland Mitchell steht laut Medienberichten vor dem Absprung. Aus Verletzungsgründen zuletzt nicht dabei war der wichtigste Spieler. “Otar Kiteishvili hat den Belastungsaufbau letzte Woche nicht gut vertragen”, berichtete Ingolitsch über die hartnäckige Wadenblessur des Georgiers. “Wir versuchen, die Ursachen zu erheben und einen neuen Aufbauplan zu entwickeln.” Einen Zeitpunkt für die Rückkehr des Spielmachers konnte der Coach nicht nennen. Bei Filip Rozga wird das Rapid-Match als Comebacktermin angepeilt.

Altach kennt Ingolitsch bestens, zumal die Vorarlberger noch stark auf einst von ihm implementierte Muster setzen würden. “Auf uns wartet ein stabiler Gegner, der schwer zu schlagen ist. Deswegen werden wir kämpfen, kratzen, beißen müssen, um den Sieg auf unsere Seite zu ziehen.” Nach dem schmerzhaften Cup-Aus gegen Altach rückte Sturm das Kräfteverhältnis mit einem Heimsieg in der Liga bereits wieder gerade. Überhaupt ist Altach in Graz ein gern gesehener Gast. Der letzte Punktgewinn der Vorarlberger in der steirischen Hauptstadt jährt sich im Dezember zum siebenten Mal. Zehn Liga-Spiele in Folge ist Sturm gegen Altach unbesiegt.

Altachs Auswärtsprogramm “kein Zuckerschlecken”

Mit der Negativserie konfrontiert, lächelte Altach-Trainer Ognjen Zaric milde. “Ich habe es mitbekommen, dass es eine furchtbar schlechte Serie gegen Sturm gibt”, sagte Zaric. “Im Idealfall können wir die Serie brechen.” Man wolle den mit drei Punkten guten Start nach Graz mitnehmen. “Es ist immer eine positiv-hitzige Kulisse dort und ein Gegner, der enorm viel Qualität hat. Wir wissen, dass wir unser Leistungsmaximum erreichen müssen, um dort zu bestehen”, betonte Zaric.

Altach bestreitet zum Saisonstart lauter Auswärtsspiele bei den vermeintlichen Liga-Topteams. Nach Rapid (0:1) und Sturm gastieren die Vorarlberger noch bei Meister LASK, ehe es zur ersten länderspielbedingten Pause kommt. “Das ist sicher kein Zuckerschlecken und trotzdem glaube ich, ist es für einen Spieler das Geilste”, meinte Zaric mit Blick auf stimmungsvolle Kulissen.

Lustenau – WAC: Eine makellose Bilanz

Bereits um 17.00 Uhr gastiert der WAC in Lustenau. “Wir freuen uns, erstmalig im neuen Lustenauer Stadion spielen zu können, wohlwissend um die Schwierigkeit der Aufgabe. Trotzdem wollen wir unsere Aufbruchstimmung nutzen, um wichtige Punkte zu holen”, sagte WAC-Trainer Thomas Silberberger. Mit einem 3:0 gegen die Wiener Austria und einem 1:1 gegen Salzburg ist der Start geglückt – und auch die Statistik ist ein Freund der Kärntner. Alle vier bisherigen Bundesliga-Duelle in Lustenau gingen an den WAC.

Die Vorarlberger indes wollen dem Heimpublikum nach dem 1:1 zum Auftakt gegen Ried den ersten Sieg nach dem Aufstieg schenken. Zuletzt verlor man 1:2 beim GAK. “Nach vorne waren wir aber zu harmlos und die Gegentore haben wir nicht gut genug verteidigt. Das müssen wir besser machen”, blickte Cheftrainer Markus Mader zurück. Den WAC erwartete Mader als selbstsicheren Gegner. “Sie haben bisher sehr stark performt und sind eine richtig gute Mannschaft, bei der die Handschrift von Thomas Silberberger klar zu erkennen ist.” Für Mader steht fest: “Das wird ein harter Brocken.”