“Taubentöter” im Burgenland zu Geldstrafe verdonnert

Ein Burgenländer ist am Freitag am Landesgericht Eisenstadt wegen Tierquälerei schuldig gesprochen worden. Der 69-Jährige soll im Juli auf seinem Balkon eine Taube erschlagen und sie dann runter auf die Wiese geworfen haben. Er bekannte sich nicht schuldig, die Richterin verurteilte ihn jedoch nicht rechtskräftig zu einer teilbedingten Geldstrafe in Höhe von 3.900 Euro.
Der Pensionist soll die Taube Ende Juli auf dem Balkon seiner Wohnung im siebenten Stock getötet haben. Mit welchem Gegenstand dies genau erfolgte, konnte nicht nachgewiesen werden. Blutspuren wurden auf der Wand und an einer Plastikschaufel entdeckt. Der Mann gab dazu an, der Vogel sei selbst auf die Schaufel gehüpft und dann vom Balkon noch weggeflogen.
“Jetzt ist das Vieh endlich hin”
Warum das Tier daraufhin schwer verletzt, aber noch kurz lebend, neben der gießenden Hausbesorgerin auf den Boden knallte, konnte der Angeklagte nicht erklären. Die Frau gab als Zeugin an, dass der Nachbar von oben noch “Jetzt ist das Vieh endlich hin” geschrien habe. Auch diese Aussage bestritt der Angeklagte.
Eine Untersuchung der toten Taube durch die AGES ergab multiple Frakturen, Blutungen und multiple Leberrisse, die durch ein stumpfes Trauma verursacht wurden. Für die Richterin waren auch die Angaben der Hausbesorgerin glaubwürdig, sie sprach den Mann schuldig. Er wurde nicht rechtskräftig zu 3.900 Euro Geldstrafe verurteilt, wobei die Hälfte bedingt nachgesehen wurde.