Tourismus startet mit leichtem Plus in den Sommer

24.07.2026 • 11:35 Uhr
Tourismus startet mit leichtem Plus in den Sommer

Der heimische Tourismus ist heuer etwas besser in die Sommersaison gestartet als 2025. In den ersten beiden Monaten Mai und Juni erhöhte sich die Zahl der Nächtigungsbuchungen gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 1,5 Prozent auf 22,35 Millionen, wie aus vorläufigen Ergebnissen der Statistik Austria vom Freitag hervorgeht. Der Mai war stark gebucht, doch im Juni gab es ein massives Minus von 5,7 Prozent. Pfingsten fiel heuer in den Mai und im Vorjahr in den Juni.

In den ersten beiden Monaten der touristischen Sommersaison, die sich vom Mai bis in den Oktober erstreckt, begrüßten die Hotels, Pensionen und Ferienwohnungen in Österreich heuer insgesamt rund 8,1 Millionen Gäste.

Einbruch im Juni

Im Monat Juni ging es zwischenzeitig steil bergab. Die Zahl der Gäste sank um 5,2 Prozent auf 4,39 Millionen und die Nächtigungen gaben um 5,7 Prozent auf 12,7 Millionen nach. Die Buchungen aus dem Ausland brachen dabei um 7 Prozent auf 8,76 Millionen Nächtigungen ein, jene aus dem Inland um 2,5 Prozent auf 3,94 Millionen.

“Der Rückgang im Vergleich zum Juni 2025 ist vor allem darauf zurückzuführen, dass Pfingsten – und damit unter anderem auch eine Woche der zweiwöchigen bayerischen Pfingstferien – heuer schon in den Mai gefallen ist – im Jahr 2025 war Pfingsten Anfang Juni”, erläuterte die fachstatistische Generaldirektorin der Statistik Austria, Manuela Lenk. Betrachte man jedoch Mai und Juni 2026 zusammen, sei “das beste Ergebnis einer Sommervorsaison seit Beginn der elektronischen Aufzeichnungen 1973/74” erreicht worden, betonte Lenk.

Buchungen aus Deutschland und Österreich dominieren

Die mit Abstand meisten Buchungen kamen in den ersten beiden Monaten der Sommersaison wieder aus Deutschland (8,26 Millionen Übernachtungen) und Österreich (7,25 Millionen). Bei den Deutschen gab es im Jahresabstand einen spürbaren Zuwachs von 2,8 Prozent, seitens der Gäste aus dem Inland allerdings ein Minus von 1,2 Prozent.

Ebenfalls zu den Top-5-Herkunftsmärkten zählten die Niederlande mit 0,76 Millionen Nächtigungen (plus 2,5 Prozent), die Schweiz und Liechtenstein gemeinsam mit 0,36 Millionen (plus 1,6 Prozent) sowie die USA mit 0,55 Millionen und einem kräftigen Plus von 8,4 Prozent. Eingebrochen ist hingegen der arabische Markt mit einem Rückgang von 43,8 Prozent auf 138.000 Nächtigungen. Der Krieg im Nahen Osten wirkt sich auch auf den Tourismus aus.

Mehr Buchungen seit Jänner

Im bisherigen Kalenderjahr (Jänner bis Juni 2026) verzeichneten die Beherbergungsbetriebe den Angaben zufolge 76,93 Millionen Nächtigungen und damit um 1 Prozent mehr als in der Vergleichsperiode des Vorjahres. Der leichte Zuwachs ist den Urlauberinnen und Urlaubern aus dem Ausland zu verdanken, deren Buchungen den Statistikern zufolge um 1,3 Prozent auf 57,92 Millionen zulegten. Die Übernachtungszahlen von Gästen aus dem Inland seien mit 19,01 Millionen auf Vorjahresniveau verblieben.

Die Zahl der Gästeankünfte stieg heuer in den ersten sechs Monaten um 1,7 Prozent auf 22,81 Millionen und wuchs damit kräftiger als die Übernachtungen. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer hat sich demnach weiter verkürzt. 15,89 Millionen davon kamen aus dem Ausland (plus 1,9 Prozent) und 6,92 Millionen aus dem Inland (plus 1,3 Prozent).