Trump spielt Iran-Krieg als “Kleinigkeit” herunter

04.09.2026 • 22:15 Uhr
Trump spielt Iran-Krieg als "Kleinigkeit" herunter

Vor dem Hintergrund fehlender Erfolge im Konflikt mit dem Iran versucht US-Präsident Donald Trump den Krieg gegen die Islamische Republik kleinzureden. “Ich nenne es einen militärischen Konflikt, weil es für uns eine Kleinigkeit ist. Es ist keine große Sache”, sagte er am Freitag in Washington, ehe er sich mit seinen vermeintlichen Erfolgen rühmte. Seit längerem versucht die US-Regierung, den Iran-Krieg zu relativieren. Im Herbst stehen die wichtigen Kongresswahlen an.

Auf die Nachfrage einer Journalistin bei einer Pressekonferenz im Oval Office, ob 18 tote Angehörige des US-Militärs “kleine Fische” seien, ging Trump zunächst nicht ein. Stattdessen rühmte er sich damit, dass die USA “mit großem Abstand” führend im Weltall seien. Später ruderte er etwas zurück: “Wir haben 18 Menschen verloren, 18 großartige Menschen (… ) und einer ist schon einer zu viel.”

Aufgrund der Energiekrise durch die faktisch weiterhin blockierte Straße von Hormuz – die vor dem Konflikt noch für den weltweiten Ölhandel offen war – haben viele US-Amerikaner mit hohen Preisen zu hadern. Das sorgt für wenig Begeisterung für die Politik von Trump und seinen Republikanern.

Erst am Donnerstag hatte Vize-Präsident JD Vance bei einem ersten offiziellen Pressebriefing des Weißen Hauses seit Wochen den Konflikt mit dem Iran heruntergespielt. “Ich würde es nicht als Krieg bezeichnen”, sagte er vor Journalisten und argumentierte, dass es derzeit keine Kampfhandlungen gebe. In den Monaten davor und zuletzt Anfang der Woche hatte das US-Militär immer wieder Ziele des Irans ins Visier genommen. Die USA hatten Ende Februar gemeinsam mit Israel ihren jüngsten Krieg gegen den Iran begonnen.