Truppenübungsplatz Bruckneudorf pflanzt klimafitte Bäume

Am Truppenübungsplatz Bruckneudorf an der Grenze zwischen dem Burgenland und Niederösterreich hat das Bundesheer eine vier Hektar große Versuchsfläche für die Pflanzung nicht-heimischer Baumarten reserviert. Das Projekt läuft seit 2012 in Zusammenarbeit mit der Universität für Bodenkultur und liefert bereits erste Erkenntnisse zur Hitzeresistenz einzelner Baumarten. So zeigt sich die Libanon-Zeder im Vergleich zu anderen gepflanzten Baumarten als besonders widerstandsfähig.
Ähnliche Projekte laufen laut Aussendung des Verteidigungsministeriums auch in Deutschland und in der Schweiz. Gepflanzt wurden Baumarten, die hinsichtlich ihrer Anpassungsfähigkeit an die Klimaerwärmung, ihres Ertragswertes sowie ihrer nicht invasiven Eigenschaften als vielversprechend gelten. Neben der Libanon-Zeder sind das unter anderem einige Tannen-Arten, die Orient-Buche und die Silber-Linde.
Naturwaldreservat auf 110 Hektar
Ein weitere Naturschutzmaßnahme auf dem insgesamt 4.130 Hektar großen Gelände, das vollständig im Europaschutzgebiet “Neusiedler See – Nordöstliches Leithagebirge” liegt, sind der Erhalt eines Naturwaldreservats auf 110 Hektar. Dort wird der Wald mindestens bis zum Jahr 2040 sich selbst überlassen. Außerdem soll durch Beweidung einer 22 Hektar großen Fläche durch Dexter-Rinder Zieseln und zahlreichen Vogelarten ein passender Lebensraum erhalten werden.
Verteidigungsministerin Klaudia Tanner (ÖVP) betonte am Sonntag in einer Aussendung die Bedeutung des Projekts: “Das Bundesheer bewirtschaftet österreichweit rund 12.000 Hektar Wald. Pilot- und Forschungsprojekte wie jenes in Bruckneudorf entfalten ihre Wirkung weit über das Bundesheer hinaus und leisten einen wichtigen Beitrag zur Weiterentwicklung des klimafitten Waldbaus in Österreich und Europa.”