US-Militär startet neue Angriffe auf Ziele im Iran

11.06.2026 • 01:13 Uhr

Das US-Militär hat nach eigenen Angaben auf Befehl von US-Präsident Donald Trump mit neuen Angriffen auf mehrere Ziele im Iran begonnen. “Die Angriffe sind eine Reaktion auf die ungerechtfertigte und anhaltende Aggression des Irans”, teilte das für den Nahen Osten zuständige US-Regionalkommando Centcom auf der Plattform X mit. Der Iran reagierte mit der kompletten Schließung der Straße von Hormuz.

Die neuesten Maßnahmen begannen laut US-Angaben um 17.15 Uhr US-Ostküstenzeit (23.15 Uhr deutscher Zeit). Centcom bezeichnete diese als “Selbstverteidigungsschläge”. Kurz zuvor hatte Trump bereits weitere Angriffe für “heute” angekündigt.

Explosionen an iranischer Südküste

Iranische Staatsmedien meldeten Explosionen an der Südküste. Wie die Nachrichtenagentur Irna und der Rundfunk übereinstimmend berichteten, wurden Explosionen nahe den Städten Minab und Sirik beobachtet. In der vergangenen Nacht hatte das US-Militär in Sirik am Golf von Oman Angriffe geflogen.

Explosionen gab es Medienberichten zufolge auch auf der Insel Gheschm und der Hafenstadt Bandar Abbas. Aus anderen Landesteilen gab es unbestätigte Berichte über Aktivität der Flugabwehr.

Iran schließt Straße von Hormuz

Der Iran schloss nach den US-Angriffen die Straße von Hormuz für die Durchfahrt jeglicher Schiffe. Das oberste iranische Militärkommando teilt mit, dass die Anordnung auch Öltanker und Handelsschiffe umfasse. Jedes Schiff, das eine Durchfahrt versuche, werde beschossen, meldet die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf das Militär. Iranischen Medien zufolge seien bereits zwei Schiffe getroffen worden, die das Verbot missachtet und eine Durchfahrt durch die Meerenge versucht hätten.

In den vergangenen Tagen kam es trotz einer Waffenruhe im Iran-Krieg zu gegenseitigem Beschuss. Am Sonntag feuerten Irans Streitkräfte gut zwei Monate nach Beginn der Feuerpause erstmals wieder Raketen auf Israel. Israel griff daraufhin Ziele im Iran an. Trump rief beide Staaten zu einer sofortigen Waffenruhe auf, woraufhin beide Seiten erklärten, ihre Angriffe einzustellen. In der Nacht auf Mittwoch bombardierte das US-Militär als Reaktion auf den Abschuss eines Apache-Kampfhubschraubers eigenen Angaben zufolge im Iran Flugabwehranlagen, Bodenkontrollstationen und Radaranlagen.