Zuschuss für Gedenkstättenbesuch wird ausgebaut

17.06.2026 • 10:30 Uhr
Zuschuss für Gedenkstättenbesuch wird ausgebaut

Das Bildungsministerium baut den Mobilitätszuschusses für Gedenkstättenbesuche für Schulklassen aus. Neben den KZ-Gedenkstätten Mauthausen und Gusen sowie der zugehörigen Außenlagern Ebensee und Melk werden künftig 16 weitere nationale Gedenkstätten und Erinnerungsorte sowie die KZ-Gedenkstätte Dachau in Deutschland in das Förderprogramm aufgenommen, teilte das Ministerium in einer Aussendung mit. Auch die berechtigten Klassen wurden zuletzt erweitert.

Zu den neuen förderungswürdigen Gedenkstätten zählen unter anderem der Lern- und Gedenkort Schloss Hartheim, das ehemalige KZ-Außenlager Guntramsdorf sowie der Gedenk- und Lernort Peršmanhof. Dachau wiederum wurde aufgenommen, um Schülerinnen und Schülern in Tirol und Vorarlberg weite Fahrten zu ersparen. Ganz generell setzt man mit der Erweiterung der Gedenkstättenförderung auf einen verstärkten regionalen Bezug in der Auseinandersetzung mit der Geschichte.

Zuschuss von 250 bis 500 Euro

Gefördert werden Gedenkstättenbesuche mit einem Betrag zwischen 250 und 500 Euro pro Klasse (je nach Entfernung der jeweiligen Schule zur Gedenkstätte). Ursprünglich wurden nur Fahrten in der achten Schulstufe gefördert, seit dem heurigen Schuljahr wurde dies auch auf die elfte Schulstufe ausgeweitet. “Der Mobilitätszuschuss für Gedenkstättenbesuche stellt eine wichtige, niederschwellige finanzielle Unterstützung dar, um das Lernen über den Nationalsozialismus sowie die Vermittlung der vielfältigen jüdischen Geschichte zu ermöglichen. Gedenkstätten sind weit mehr als historische Orte: Sie machen Geschichte erfahrbar und geben den Opfern von Verfolgung, Entrechtung und Vernichtung ihre Namen und Geschichten zurück”, so Bildungsminister Christoph Wiederkehr (NEOS).

Die Lehrpläne für Geschichte und Politische Bildung sehen eine verpflichtende Auseinandersetzung mit der Geschichte von Nationalsozialismus und Holocaust vor. Empfohlen wird dabei auch ein Gedenkstättenbesuch. Im Kalenderjahr 2025 wurden Anträge von über 1.500 Klassen für rund 31.000 Schülerinnen und Schüler bewilligt.