Zwei Männer in den USA hingerichtet
In den USA sind am Donnerstag zwei verurteilte Mörder hingerichtet worden, eine dritte für den gleichen Tag angesetzte Exekution stand zunächst noch aus. In Nashville im US-Staat Tennessee wurde der 66 Jahre alte Anthony Hines mit einer Giftspritze hingerichtet, weil er im Jahr 1985 ein Zimmermädchen getötet hatte. Im Staat Oklahoma wurde der Staatsanwaltschaft zufolge der 70 Jahre alte Carlos Cuesta-Rodriguez für den Mord an seiner Lebensgefährtin im Jahr 2003 hingerichtet.
Hines’ Hinrichtung in Tennessee war die erste in dem südlichen US-Staat, seit im Mai der Versuch gescheitert war, das Todesurteil im Fall eines anderen Häftlings zu vollstrecken. Damals wurde die Hinrichtung abgebrochen, weil keine geeignete Vene gefunden werden konnte.
Im Staat Alabama war für Donnerstag noch die Hinrichtung des 42 Jahre alten Jeremy Williams durch eine Giftspritze angesetzt. Er wurde wegen der Vergewaltigung und Ermordung eines fünf Jahre alten Mädchens verurteilt.
Drei Hinrichtungen an einem einzigen Tag hat es laut dem US-Informationszentrum zur Todesstrafe seit 2010 nicht mehr gegeben. In diesem Jahr wurden bereits 21 Menschen in US-Gefängnissen hingerichtet, allein zwölf davon im US-Staat Florida. 23 der 50 US-Staaten haben die Todesstrafe abgeschafft, in drei weiteren gilt ein Moratorium. US-Präsident Donald Trump hat dazu aufgerufen, die Todesstrafe häufiger zu verhängen.