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Jens Lehmann verliert Jobs

05.05.2021 • 14:24 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Jens Lehmann ist in Erklärungsnot und seinen Job los
Jens Lehmann ist in Erklärungsnot und seinen Job los AP

Ex-Spieler Dennis Aogo veröffentlichte Nachricht von Jens Lehmann.

Hertha Berlins Investor Lars Windhorst hat nach einer irritierenden WhatsApp-Nachricht von Jens Lehmann den Beratervertrag mit dem deutschen Ex-Nationalspieler sofort beendet. Lehmann werde den Posten nicht mehr einnehmen, hieß es am Mittwoch auf dpa-Anfrage. Der deutsche Fußball-Bundesligist begrüßte die Entscheidung des Geldgebers. „Hertha BSC distanziert sich von jeglicher Form von Rassismus“, hieß es in einer Erklärung des Clubs.

Lehmann hatte sich zuvor für eine WhatsApp-Nachricht an den ehemaligen Profi Dennis Aogo entschuldigt. Dieser hatte einen Screenshot bei Instagram gepostet. Aogo hatte alle Nachrichten, die scheinbar vom Handy von Lehmann stammten, bis auf eine geschwärzt. Rot umrandet war die Frage: „Ist Dennis eigentlich euer quotenschwarzer?“ Versehen war der Satz mit einem Lach-Smiley vor dem Fragezeichen. Aogo, der als Experte für den Sender Sky arbeitet, schrieb dazu: „WOW dein Ernst? Die Nachricht war wohl nicht an mich gedacht!!!“

WhatsApp-Nachricht von Jens Lehmann an Dennis Aogo
Die WhatsApp-Nachricht von Jens Lehmann an Dennis AogoSonstiges

Gegenüber der Bild-Zeitung erklärte Lehmann: „Ich habe bereits mit Dennis telefoniert und ihn um Verzeihung gebeten, wenn meine Äußerung despektierlich rübergekommen ist. Sie war überhaupt nicht so gemeint, sondern positiv. Da er als Sky-Experte fachkundig ist und in seinem Auftreten sehr stark. Und deshalb auch die Quote erhöht. Das wollte ich damit sagen, aber war von mir unglücklich ausgedrückt. Da die WhatsApp von meinem Handy rausging, übernehme ich die Verantwortung dafür. Es war eine private Nachricht.“ An wen Lehmann die Nachricht eigentlich schicken wollte, ließ er offen.

Damit endet auch Lehmanns Mandat im Hertha-Aufsichtsrat. Die Tennor-Gruppe von Windhorst hatte den 51-jährigen Ex-Torhüter vor einem Jahr als Nachfolger von Jürgen Klinsmann in den Aufsichtsrat gebracht.

Kurz darauf gaben Sky und Sport1 bekannt, dass man künftig auf den Einsatz von Lehmann als TV-Experte verzichten werde. Der Sender verurteile jegliche Form von Rassismus, gab Sky bekannt.