Sport

Plötzlich ist die Austria das Team der Stunde

11.11.2025 • 14:38 Uhr
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Zwölf Zähler holten die Lustenauer aus ihren letzten fünf Spielen. Damit sind die Grün-Weißen im Aufstiegskampf angekommen. GEPA/Lerch

Analyse. Warum die Lustenauer Austria wieder von der höchsten Spielklasse träumen darf.

Von Günther Böhler
Oftmals kommt eine Länderspielpause für eine Mannschaft sehr gelegen. Im Fall von Austria Lustenau ist dies aktuell sicher nicht der Fall, denn die Grün-Weißen sind mit drei Siegen in Folge gerade optimal in der Spur. Innerhalb kürzester Zeit, vor knapp einem Monat rangierte man mit zwölf Punkten Rückstand auf Leader SKN St. Pölten auf Platz fünf und der Tabellenzweite Admira Wacker war vier Zähler entfernt, avancierten die Mader-Schützlinge zum Team der Stunde.

Korrigierte Rangliste
Dazu ein Vergleich, und zwar unter Berücksichtigung einer korrigierten Rangliste, in der bereits jeweils die Ergebnisse gegen den insolventen SV Stripfing/Weiden herausgefiltert wurden. Die St. Pöltner (25 Punkte, Torverhältnis 23:13) liegen nach drei Niederlagen hintereinander zwar noch vorne, doch der Vorsprung auf das punktegleiche Quartett Admira Wacker (Torverhältnis 25:11), Austria Lustenau (Torverhältnis 19:11), SKU Amstetten (Torverhältnis 20:11) und Floridsdorfer AC (Torverhältnis 19:8) beträgt nur noch einen Zähler. Dieses vierköpfige Verfolgerfeld blieb in den letzten drei Partien jeweils ungeschlagen, wobei die Lustenauer als einziges Team das Punktemaximum erobert haben.
Die Ausrichtung bis zur Winterpause hat dadurch sicher eine neue Richtung bekommen. Und dabei spielt auch die Tatsache mit, dass man in den vier verbleibenden Meisterschaftsspielen des Jahres 2025 eine sehr gute Auslosung hat. Nach der Länderspielpause empfängt die Austria am 21. November den Namensvetter aus Salzburg. Die Mozarstädter (aktuell auf Platz 12) sind wie Hertha Wels (15.) – der Abschlussgegner am 12. Dezember – als Aufsteiger durchaus willkommene Kontrahenten.
Dazwischen warten zwar noch SKU Amstetten (A/28. Nov.) und FC Liefering (H/6. Dez.), doch wenn es gelingt, den Lauf fortzusetzen, dürfen die Lustenauer Fans sogar vom Winterkönig-Titel träumen.

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Markus Mader hat eine starke Einheit bei den Grün-Weißen geformt. GEPA

Vier Mitkonkurrenten
Ein solcher würde freilich total neue Gedankengänge im Umfeld der Sun-Minimeal-Arena in Gang setzen. Dazu schon folgende interessante Informationen: Sowohl die Austria als auch die Admira, St. Pölten und der FAC haben zuletzt die Bundesliga-Lizenz erhalten. Die beiden letztgenannten mit Auflagen.
Bei den Niederösterreichern galt es, eine geprüfte finanzielle Zukunftsinformation nachzuliefern, und die Wiener mussten aus infrastrukturellen Problemen die Generali-Arena als Spielstätte angeben. Amstetten hingegen ist aufgrund der nicht vorhandenen Infrastruktur kein Mitkonkurrent auf die höchste Spielklasse in Österreich.