Das Spitzenspiel wirft seine Schatten voraus

Nach der Länderspielpause hat die Lustenauer Austria in ihrem nächsten „Endspiel“ am Freitag die Admira aus der Südstadt zu Gast. Dabei soll die Tabellenführung verteidigt werden.
Das Karfreitag-Abendspiel der 2. Liga in der Sun-Minimeal-Arena (Spielbeginn 20.30 Uhr) zwischen Austria Lustenau und Admira Wacker trägt zu Recht das Prädikat Spitzenspiel. Denn für die auf Rang eins liegenden Lustenauer gilt es, den Verfolger aus der Südstadt – die drittplatzierten Niederösterreicher haben nur zwei Punkte Rückstand – in Schach zu halten.
An dieser Stelle sei korrekterweise festgehalten, dass das Ländle-Team – das Zeitungsgroßformat titelte bei ihrer Nachlese nach dem Sieg beim FAC am 23. März „Erstmals Tabellenführer“ – bereits nach dem fulminanten 4:0-Auftaktsieg beim FC Liefering ganz vorne lag. Diesen Platz hatte es mit dem 1:0-Heimsieg gegen Hertha Wels auch nach dem zweiten Spieltag innehatte.
Bilanz fast ausgeglichen
Und da wären wir schon bei einigen statistischen Daten vor diesem spannenden Duell der beiden Titelkandidaten. Die trafen bisher 22-mal aufeinander. Aus 16 Partien in der zweithöchsten Spielklasse stehen aus Sicht der Austria sieben Niederlagen sowie sechs Siege zu Buche, die Bilanz der vier Spiele aus Bundesliga-Zeiten (Anm.: 1997/98) fällt mit je einem Sieg und zwei Unentschieden ausgeglichen aus und im ÖFB-Cup hatte Lustenau zwei Mal die Nase vorn.

In der Hinrunde der laufenden Meisterschaft wurden übrigens mit einem 1:1 die Punkte geteilt. So auch auswärts in der letzten Saison, in der die Grün-Weißen allerdings eine 0:1-Heimniederlage einstecken mussten. Dies war in der 23. Runde und da genau diese auch am Freitag bevorsteht, bleibt zu hoffen, dass dies kein böses Omen ist.
Dem entgegen steht ganz sicher die tolle Bilanz von Austria-Chefcoach Markus Mader gegen seinen Trainerkontrahenten Harald Suchard, der Ende März interimistisch auf Thomas Silberberger folgte. Mader hat gegen Suchard eine reine Weste! Bei allen sechs Kräftemessen stand der jetzige Admira-Trainer jedoch bei den Young Violets an der Seitenlinie und musste sich in der Saison 2021/22 mit 0:4 in Lustenau und 1:4 in Wien geschlagen geben.
In den anderen vier Partien stand er Mader, der damals den ehemaligen Zweitligisten FC Dornbirn coachte, unter anderem auf der Birkenwiese gegenüber. Die Rothosen aus der Messestadt konnten damals jeweils zwei Siege und Remis für sich verbuchen.

„Fest der Vereine“
Soweit die Zahlenspiele vor dem nächsten „Endspiel“ der Grün-Weißen im Aufstiegskampf der 2. Liga. Dieses sollte vor vollem Haus stattfinden, denn mit dem „Fest für Vereine“ haben die Austrianer eine ganz besondere Aktion ins Leben gerufen. Unter dem Motto „Gemeinsam stärker“ erhalten regionale Vereine die Möglichkeit, sich zu vernetzen, auszutauschen und die Zusammenarbeit innerhalb der Region nachhaltig zu stärken.
In einer Sonderaktion können die Vereine für ihre Mitglieder Tickets zum Sonderpreis für zehn Euro erwerben, in der Halbzeit werden unter allen Teilnehmern Preisgelder verlost.
Von Günther Böhler