Mader: “Wir haben viele Wunschspieler gekriegt”

Interview. Vor fünf Wochen fixierte Austria Lustenau den Aufstieg in die Bundesliga. Im großen Aufstiegsinterview nimmt Erfolgstrainer Markus Mader erstmals ausführlich Stellung zur Rückkehr in die Bundesliga.
Gleich zu Beginn möchte ich Sie bitten, dass Sie unsere Leser auf eine emotionale Reise mitnehmen: Wie lange feiert man als Trainer einen Aufstieg, ehe man wieder in den Arbeitsmodus umschaltet?
Markus Mader: Ich fürchte, dass ich da das ein oder andere Klischee widerlegen muss, es heißt ja gerade auch im Fußball, dass man die Feste feiern soll, wie sie fallen. Man steigt nicht alle Tage auf, und natürlich war ich überglücklich, Sie haben es ja miterlebt: Sie waren nach dem Schlusspfiff auf dem Spielfeld und wir haben uns dann ja auch noch länger unterhalten. Aber die wilde Party habe ich nicht steigen lassen. Ich bin um Mitternacht herum nach Hause, die Spieler haben natürlich Gas gegeben, da soll auch so sein. Einige sind sogar noch für ein paar Tage zusammen nach Mallorca, so, wie das heutzutage viele Spieler nach einem Meistertitel machen. Die Spieler haben zwei Wochen frei bekommen und für die erste Zeit danach einen Trainingsplan, das hätten wir auch so gemacht, wenn wir den Aufstieg verpasst hätten. Natürlich habe ich mir an dem Aufstiegswochenende das ein oder andere Bierchen gegönnt, aber das lief alles viel unspektakulärer ab, als das die meisten vermuten würden.
Sie haben also den Schalter mehr oder weniger sofort wieder umgelegt?
Mader: Ja. Wissen Sie, das ist der Unterschied zwischen den Spielern und den Verantwortlichen: Als Spieler ist deine Arbeit nach dem Aufstieg getan, du kannst und sollst auch verdientermaßen abschalten, die neue Saison kommt, gerade in Österreich, eh früh genug. Aber als Verantwortlicher wartet nach einem Aufstieg sofort sehr viel und sehr wichtige Arbeit auf dich. Ich habe nach dem Aufstiegswochenende noch eine Woche gearbeitet und bin erst danach für zwei Wochen nach England. Im Urlaub habe ich den Fußball so total losgelassen, dass ich sogar auf das Finale der Champions League vergessen habe. Wir sind am Tag der letzten Premier-League-Runde in London angekommen und haben die Tottenham-Fans zur White Hart Lane pilgern gesehen, für die Spurs ist es ja um alles oder nichts gegangen. Mich hat das aber in dem Moment nicht interessiert. Wir sind nämlich zum Start unserer kleinen England-Rundreise gleich weiter nach Brighton, wo übrigens mit Brighton gegen Manchester United ebenfalls ein ganz wichtiges Spiel anstand.
Brighton hätte mit einem Sieg die Europa League erreichen können, verlor aber gegen United mit 0:3. Deshalb wurde es in einem spannenden Fernduell mit mehreren Teams um die Europacup-Plätze unter Anführungszeichen „nur“ die Conference League.
Mader: (lacht) Unglaublich, wie Sie das aus dem Ärmel schütteln, genau so war es. Das wäre natürlich ein spannendes Spiel gewesen, aber wir haben es uns nicht angeschaut. Urlaub ist Urlaub. Mein ganzer Alltag besteht aus Fußball. Wenn du dann während der kurzen Pause erst wieder ins Stadion gehst, dann ist die Gefahr groß, dass du gedanklich sofort wieder zurück bei der Arbeit bist, statt mal den Kopf frei zu kriegen.
Wie hat es Ihnen in England gefallen?
Mader: Sehr gut, wir waren unter anderem in Cornwall, das ist ganz im Südwesten des Landes – in die Gegend habe ich mich sofort verliebt, die Landschaft ist atemberaubend. Meiner Frau hat es zum Beispiel in Liverpool sehr gut gefallen, das ist eine sehr aufregende Stadt.
Wo ja neben den Beatles auch der Fußball mit dem FC Liverpool und dem FC Everton eine sehr, sehr große Rolle spielt. Die Austria hatte zwei Matchbälle, um den Aufstieg zu fixieren. Mit einem Sieg bei Austria Salzburg wäre man schon am vorletzten Spieltag aufgestiegen, Lustenau vergab aber mit einem 2:2 die vorzeitige Entscheidung. Hand aufs Herz: Sind da mal Gedanken aufgetaucht wie: Hoffentlich vergeigen wir das jetzt nicht noch?
Mader: Nein, ich hatte zu keinem Zeitpunkt Zweifel. Das wäre vielleicht anders gewesen, wenn wir uns in Salzburg in der zweiten Halbzeit nicht gefangen hätten. Aber die Mannschaft hat in dieser Drucksituation bewiesen, dass sie an sich glaubt und wieder mal ganz viel Herz bewiesen. Das 2:2 reichte zwar nicht zum Aufstieg, für den Kopf war der Punkt trotzdem sehr wichtig. Außerdem war mir immer bewusst, dass es nicht einfach wird in Salzburg. Deshalb war das Szenario immer in meinem Hinterkopf, dass auf uns am letzten Spieltag zu Hause ein Aufstiegsfinale wartet. Gegen Amstetten hat uns dann auch die Erfahrung geholfen, dass wir in den Jahren davor so viele besondere Spiele am Ende der Saison hatten. Man vergisst das ja so leicht, aber vor einem Jahr haben wir ja erst am letzten Spieltag den Klassenerhalt in der 2. Liga geschafft. Nein, die Mannschaft ist nach dem 2:2 in Salzburg mit der Situation sehr abgezockt umgegangen, was mich schwer beeindruckt hat und alle bei uns sehr optimistisch gestimmt hat. Wobei natürlich auch klar ist: Direkt nach dem Schlusspfiff herrschte schon eine gewisse Enttäuschung bei den Spielern.
Die NEUE war ja in Salzburg dabei, und wir hatten Bilderaufnahmen, die Austria-Spieler am Boden zeigten. Ich habe dann damals gesagt: Nein, diese Fotos veröffentlichen wir nicht, denn die Bildersprache suggeriert, dass Lustenau den Aufstieg verspielt hat. Stattdessen titelten wir in Kombination mit einem emotional recht neutralen Bild: „Jetzt bloß nicht den Mut verlieren“.
Mader: Wir haben ja schon darüber gesprochen, dass ich das sehr gut fand und die Titelseite unmittelbar vor Beginn des Spiels gegen Amstetten in die Spielbesprechung aufgenommen habe. Dieser Ausdruck „Jetzt bloß nicht den Mut verlieren“ hat die Situation auf den Punkt gebracht. Es gab nämlich überhaupt keinen Grund, die Nerven wegzuschmeißen. Wir haben stattdessen das Positive herausgestrichen, dass wir jetzt die große Chance hatten, zu Hause mit unseren fantastischen Fans im Rücken Meister zu werden. Die Anspannung ist von Tag zu Tag größer geworden und es war mit Händen greifbar, dass die Mannschaft unbedingt aufsteigen will. So hat sie dann auch gespielt.

Das klingt jetzt vielleicht viel negativer, als es gemeint ist, aber: Einfacher als in der Saison 2025/26 wäre es wohl so schnell nicht
mehr geworden, aufzusteigen – schon gar nicht in der nächsten Saison?
Mader: Das klingt nicht negativ, das ist einfach eine Tatsache. Kein Team in der 2. Liga hat konstant gut gespielt, weder St. Pölten noch Admira Wacker – und wir auch nicht. Als ich mir ein paar Runden vor Schluss das Restprogramm der Aufstiegskandidaten angeschaut habe, war mir klar: Wenn wir die Nerven behalten, dann schaffen wir es. Ich habe das auch offen ausgesprochen, ich habe zur Mannschaft gesagt: Diese Chance kriegen wir nie wieder. 2026/27 hätten wir wohl eher nicht mehr eine so gute Rolle gespielt. Für die Erkenntnis musste man nur eins und eins zusammen zählen. Admira Wacker rüstet weiter auf, die Vienna will in die Bundesliga, es war auch klar, dass der Bundesliga-Absteiger, egal wer es würde, dank eines gewachsenen Umfelds mit einem starken Kader den sofortigen Wiederaufstieg anpeilt; und ich kann das jetzt auch ganz offen sagen: Uns hätten im Falle des Nichtaufstiegs einige Spieler verlassen, die jetzt mit uns in die Bundesliga gehen. Nein, es war allen bei uns klar: Entweder wir steigen auf oder wir stranden in der 2. Liga. Mit dem Aufstieg sind wir jetzt als Verein in einer völlig anderen Position, das zeigen, denke ich, auch unsere sehr gelungenen Kaderplanungen.
Bevor wir zu den Planungen kommen, möchte ich noch mit Ihnen besprechen, was es mit Ihnen macht, dass Sie ein zweites Mal mit der Austria aufgestiegen sind – und damit eine Legende sind?
Mader: Es macht mich natürlich schon froh, dieses Kunststück innerhalb kürzester Zeit wieder geschafft zu haben, aber nicht aus einer Eitelkeit heraus, einen besonderen Platz in der Vereinshistorie von Austria Lustenau zu beanspruchen. Wenn man eines Tages rückblickend bei der Austria sagt: Markus Mader hat das ein oder andere mit uns erreicht und vielleicht sogar urteilt, dass ich der richtige Trainer zum richtigen Zeitpunkt war, dann würde mich das sicher freuen. Aber das ist nichts, was mich antreibt. Außerdem habe nicht ich allein den Aufstieg geschafft, sondern wir als Trainerteam gemeinsam mit der Mannschaft und dem gesamten Verein. Und sowieso: Wichtig ist das Hier und Jetzt, das, was wir in der nächsten Saison erreichen können. Denn so knallhart das klingt, die Erfolge der Vorsaison, auch wenn sie erst ein paar Wochen zurückliegen, sind Schnee von gestern. Fußball ist immer ein Tagesgeschäft. Das nächste Spiel ist immer die aktuelle Bewertung deiner Arbeit. Ich würde also nicht behaupten, dass der abermalige Aufstieg verändert, wie ich mich selbst sehe. Ich freue mich einfach, mir den Wunsch erfüllt zu haben, wieder in der Bundesliga zu arbeiten. Die Bundesliga ist die höchste Liga in Österreich: Du spielst in großen Stadien mit sehr vollen Zuschauerrängen gegen die besten Vereine des Landes, die Herausforderung ist Woche für Woche noch viel größer als in der 2. Liga, und schon da ist sie riesengroß. Es gibt einfachere Wege in die Bundesliga. Mir wurde auf dem Weg in die höchste Liga nichts geschenkt, ich habe es zwei Mal auf die harte Tour nach oben geschafft – und darauf bin ich stolz.

2016/17 waren Sie noch beim FC Schwarzach und sind Meister in der Landesliga geworden.
Mader: Richtig, danach bin ich zum FC Dornbirn, in meiner zweiten Saison ist uns dann der Aufstieg in die 2. Liga gelungen. Erfolg ist immer Teamwork, darum freut es mich auch für meine Co-Trainer Martin Schneider und Seifedin Chabbi sowie Tormanntrainer David Stemmer, dass wir den Aufstieg geschafft haben. Dass Martin eine wichtige Rolle im Trainerteam hat, ist bekannt, leider geht immer etwas der Anteil von Seifedin unter. Er hat als ehemaliger Stürmer sehr viele gute Ideen für unser Angriffsspiel ins Training eingebracht und ist einfach ein super Typ, der auch sehr intensiv individuell mit unseren Spielern arbeitet.
Mit Georg Margreitter bekommt ihr Trainerteam weiteren Zuwachs: Der Bludenzer wird sich als langjähriger Innenverteidiger, der in England, Deutschland, Dänemark und der Schweiz gespielt hat, um die Defensive kümmern. Wie kann man sich da in Zukunft die Zusammenarbeit vorstellen?
Mader: Georg übernimmt eine wichtige Rolle bei uns. Er wird für unsere defensive Stabilität zuständig sein, was allerdings nicht bedeutet, dass er nur ein Defensiv-Coach ist. Ganz im Gegenteil. Georg soll nicht bloß unseren Defensivblock als Ganzes verbessern, er wird auch als Individual-Trainer arbeiten. Das Ziel ist, dass er mit seinem riesigen Erfahrungsschatz unsere Defensivspieler auch individuell besser macht. Zum Beispiel mit Tipps zur Körperhaltung oder das richtige Timing beim Absprung. Georg wird vorerst aber nicht bei jedem Training dabei sein, damit er seinen Hausbau, die Familie und den Fußball unter einen Hut kriegt.
Das hört sich nach einem großen Professionalisierungsschritt an.
Mader: Das ist auch so. Wir versprechen uns sehr viel von dieser Erweiterung des Trainerstabs. Denn damit können wir das Training viel besser als bisher für Individualübungen in zwei Gruppen aufteilen: Martin Schneider und Seifedin Chabbi trainieren mit den Offensivspielern, Georg Margreitter und Tormanntrainer David Stemmer arbeiten mit der Defensive.
Was im Umkehrschluss bedeutet, dass Sie als Cheftrainer, so wie das bei vielen großen Vereinen gelebt wird, bei den Übungseinheiten in der Beobachterrolle sind und nicht in die Umsetzung der Übungen eingreifen. Sie koordinieren also das Training nur mehr?
Mader: Richtig, ich werde die täglichen Trainingseinheiten nicht mehr leiten, was aber bitte nicht heißt, dass ich im Büro sitze und mich nicht mehr um die Trainingsarbeit kümmere. Ich werde bei jedem Training dabei sein, die Trainingsinhalte sind mit mir abgestimmt, ich werde aber keine Passübungen mehr erklären oder Laufwege vorgeben. Das machen jetzt unsere beiden Trainerteams: Die einen für die Defensive, die anderen für die Offensive. Das ist eine riesige Erleichterung für mich, damit kann ich mich viel mehr mit den Details beschäftigen und meine Rückschlüsse aus der Beobachterrolle ziehen. In meinen ersten Jahren als Austria-Trainer bestand unser Trainer- und Betreuerteam aus vier Personen: Mir, Martin Schneider, Tormanntrainer Mathias Nesler und dem Physio Lucas Vidal. Ich habe das Training der Defensivgruppe geleitet, dadurch hatte ich klarerweise überhaupt keine persönlichen Eindrücke davon, wie die Offensivgruppe trainiert hat. Martin Schneider hat mir danach natürlich immer berichtet, und als eingespieltes Trainerteam konnte ich mich immer zu 100 Prozent auf seine Erklärungen verlassen. Aber so akkurat seine Beschreibungen auch waren, es ist halt nicht dasselbe, etwas nur nacherzählt zu bekommen oder es mit eigenen Augen zu sehen. Auch an der Entwicklung des Trainerteams lässt sich wirklich hervorragend ablesen, welch großartige Schritte die Austria in den vergangenen Jahren gemacht hat bei der Professionalisierung. Heute umfasst unser Betreuerteam acht Mitarbeiter, damit hat sich die Größe des Trainerstabs binnen fünf Jahren verdoppelt. Ein großes Kompliment an die Verantwortlichen, die das möglich machen. Austria Lustenau befindet sich im Wachstum und hat sich meiner Meinung nach zu einem der spannendsten Klubs in Österreich gemausert. Ich würde aber gerne nochmals auf meine Beobachterrolle zurückkommen, wenn das den Rahmen nicht komplett sprengt.

Tut es nicht, das Interview ist ohnehin als Zweiteiler ausgelegt.
Mader: Ich werde in meiner Beobachterrolle nicht die Trainer überwachen, sondern natürlich die Spieler. Ich vertraue allen Staffmitgliedern uneingeschränkt. Es wäre fatal, wenn ich meine Co-Trainer für die Umsetzung einzelner Übungen kritisieren würde. Natürlich gehört eine Reflektion des Trainings dazu, und dabei kann man auch zum Fazit kommen, dass gewisse Anpassungen Sinn machen. Aber das ist was ganz anderes, als oberlehrerhaft Kritik zu üben. Wir sind ein Team, das zusammen gewinnt und zusammen verliert, ich trage als Cheftrainer natürlich die Hauptverantwortung, aber jeder im Trainerstab ist gleich wichtig und gleich wertvoll.
Kommen wir damit zur Kaderplanung. Zum Themeneinstieg mal ganz allgemein gefragt: Wie zufrieden sind Sie bislang mit dem Transfersommer?
Mader: Wir haben sehr viele Wunschspieler gekriegt, die wir teils schon im Frühjahr auf dem Zettel hatten. Allerdings bist du als möglicher Aufsteiger gezwungen, zweigleisig zu planen: Du musst für den möglichen Aufstieg vorarbeiten, aber auch für den Fall gerüstet sein, dass es nicht klappt.
Das bedeutet wenig überraschend: Sie konnten auch deshalb nach dem Aufstieg nicht lange feiern, weil die Kaderplanungen anstanden?
Mader: Wir waren bei unseren Planungen schon sehr weit, aber nach dem Aufstieg ging es darum, die Entscheidungen umzusetzen. Wir wussten für beide Szenarien schon sehr klar, welche Spieler wir halten können und wollen – und wen nicht. Im Falle eines Nichtaufstiegs hätten wir mit jungen Vorarlbergern eine neue Mannschaft aufgebaut. Andersrum war aber auch klar, dass wir uns im Falle eines Aufstiegs ebenso von manchen Spielern trennen müssen, weil wir uns auf den betreffenden Positionen verstärken müssen. Das haben wir dann auch getan.
Wie schwierig ist es, Spielern mitzuteilen, dass man ohne sie plant?
Mader: Ich habe jeden Spieler persönlich kontaktiert, ich finde, das gehört sich so als Trainer. Natürlich sind das keine einfachen Gespräche: Die Spieler hatten ja alle ihren Anteil daran, dass wir aufgestiegen sind, mir ist jeder Einzelne ans Herz gewachsen. Manchen Spielern dann mitzuteilen, dass sie keinen neuen Vertrag mehr bekommen und sie zu verabschieden ist menschlich schwierig. Aber: So ist das Geschäft. Wenn sich die Spieler verbessern können, verlängern sie ja auch nicht. Wir hatten auf mehreren Positionen Handlungsbedarf, um in der Bundesliga bestehen zu können. Wir haben im Frühjahr Spielerprofile diskutiert, das ist noch wichtiger, als Wunschspieler zu definieren, denn klarerweise kriegst du nicht jeden Spieler, den du willst.
Das geht selbst Real Madrid so.
Mader: So ist es. Aber wenn du Spielerprofile definiert hast, dann hast du auch einen Plan B oder C, denn dann geht es bei den Planungen darum, einen gewissen Spielertypen zu finden, statt sich auf Namen zu versteifen. So laufen Kaderplanungen: Du bereitest Profile vor, nimmst Kontakt auf, führst Vorgespräche, aber bevor du nicht weißt, in welcher Liga du spielst, kannst du keine Verträge abschließen. Es freut mich darum sehr, dass uns trotzdem zu einem so frühen Zeitpunkt schon so viele starke Verpflichtungen gelungen sind.
Viele hat überrascht, dass William keinen neuen Vertrag erhalten hat.
Mader: Willi ist ein Härtefall. Er war durch und durch Austrianer, er hat für diesen Verein sein letztes Hemd gegeben und hat in der Aufstiegssaison auch die Situation angenommen, dass er nicht mehr so regelmäßig gespielt hat. Trotzdem konnte ich mich immer auf ihn verlassen. Wir waren allerdings der Meinung, dass wir uns in der Innenverteidigung verjüngen müssen, es war eine ganz schwierige Entscheidung, uns von ihm zu trennen, aber wir mussten so entscheiden.
Warum wurde die Option bei Jack Lahne nicht gezogen?
Mader: Die ist, wie bei allen, ausgelaufen, bevor wir wussten, in welcher Liga wir spielen. Er wäre einer der Spieler gewesen, von denen wir uns in der 2. Liga hätten trennen müssen. Wir sind weiterhin in Gesprächen mit ihm, da er jedoch wichtige Tore erzielt hat und auch im entscheidenden Spiel getroffen hat, dürften auch andere Vereine an Jack dran sein. Auch das gehört zum Geschäft.
Wie sieht es bei Mohamed-Amine Bouchenna aus?
Mader: Nachdem CSC bei Clermont ausgestiegen ist, bauen sie dort eine junge Mannschaft auf, und ich könnte mir leider vorstellen, dass bei diesen Planungen ein Spieler wie Bouchenna eine wichtige Rolle spielt. Aber noch ist nichts entschieden.
Nächsten Sonntag: Die Neuzugänge, das Spielsystem, die Ziele.