Ronaldo macht sich leider selbst lächerlich

NEUE-Sportchef Hannes Mayer kommentiert Ronaldos gekränkte Abreise von der portugiesischen Nationalelf.
Es ist immer traurig, wenn Sportgrößen den rechten Zeitpunkt für ihr Karriereende verpassen. Cristiano Ronaldo hat den Absprung verpasst. Der 41-jährige reiste am Mittwoch gekränkt von der portugiesischen Nationalmannschaft ab – nachdem ihm Trainer Jorge Jesus gegen Norwegen auf die Bank verfrachtete, dann aufwärmen ließ, aber nicht einwechselte. Später kündigte Jesus an, dass Ronaldo auch gegen Dänemark nicht in der Startelf stehen würde. Ronaldo soll die Aussage als Vertrauensbruch gewertet haben, da anscheinend vereinbart war, dass sich der portugiesische Nationaltrainer für den Umgang mit Ronaldo öffentlich entschuldigen (!) würde. Unfassbar.
Es ist beschämend, dass Ronaldo solch ein Verhalten nötig hat. Der Mann hat außer dem WM-Titel alles gewonnen, Rekorde aufgestellt, sich mit Messi duelliert, gilt als einer der Allergrößten: Aber CR7 wird bald 42, seine Zeit ist einfach vorbei. Es kommt nicht von ungefähr, dass ihm 2023 nur mehr ein Wechsel in die Wüste übrig blieb. Bei der WM im Sommer war Ronaldo eine Belastung für Portugal. Dass er danach nicht seinen Rücktritt aus dem Nationalteam erklärt hat, lässt sich nur mehr mit Realitätsverweigerung begründen. Den Verantwortlichen bleibt ja gar nichts anderes übrig, als Ronaldo die Entscheidung abzunehmen: Sonst macht CR7 womöglich noch bis zur Heim-WM 2030 weiter. Ronaldo ist dabei, sich selbst lächerlich zu machen. Obwohl er eigentlich nur mehr beweisen müsste, dass er sein Alter akzeptiert.