Fusionsidee sorgt für Eishockey-Wirbel

NEUE-Sportchef Hannes Mayer in einem Meinungsbeitrag über die neuesten Entwicklungen zu den Plänen, den Dornbirner EC und den EC Bregenzerwald zu fusionieren.
Vergangenen Sonntag berichteten wir exklusiv, dass der Dornbirner EC zu einer parteipolitisch unterstützten Fusion mit dem EC Bregenzerwald bewegt werden soll. Da die Wälder nach dem Aus der Wälderhalle keine Langzeitperspektive mehr als Mieter des Dornbirner Messestadions hätten, sei angedacht, durch einen Zusammenschluss der beiden Vereine Abhilfe zu schaffen. Darum sei DEC-Obmann Christof Schwendinger für den 4. Februar zu einer Besprechung mit Sportreferent Jürgen Albrich sowie dem VEHV-Präsidenten und Dornbirner ÖVP-Stadtpolitiker Simon Schwark ins Rathaus Dornbirn bestellt worden. Der Artikel schlug hohe Wellen, hinter den Kulissen auch politisch: Die Sache verlor an Fahrt.
Der EC Bregenzerwald veröffentlichte ein Statement, wonach alles frei erfunden sei, richtig sei nur, dass es auf verschiedenen Ebenen Gespräche über eine Weiterentwicklung des Vereins gäbe. Was da nicht stand: Mit den Bulldogs hatte keiner gesprochen. Weiters meinten die Wälder, wir hätten die journalistische Sorgfaltspflicht verletzt, da wir ihnen nicht die Möglichkeit einer Stellungnahme gegeben hätten. In Wahrheit fragte NEUE-Journalist Günther Böhler wenige Tage davor bei einem ECB-Heimspiel persönlich bei ECB-Obmann Guntram Schedler um ein Interview über die Vereinszukunft an. Schedler lehnte kategorisch ab. ECB-Pressesprecher Mario Kleber erklärte daraufhin gegenüber Günther Böhler, dass ohnehin völlig offen wäre, unter welchem Namen der EC Bregenzerwald in der kommenden Saison spielen werde: Ein Zusammenschluss mit Dornbirn sei im Gespräch, was eine offizielle Bestätigung unserer Recherchen war.

Unbeantwortete Anfragen
VEHV-Präsident Schwark verlangte eine Richtigstellung: Er wolle eine Unterredung mit unserem Geschäftsführer und drohte mit Klage sowie einem Boykott der NEUE. Auch der VEHV-Boss meinte, wir hätten gegen unsere Sorgfaltspflicht verstoßen, da im Vorfeld keine Kontaktaufnahme mit ihm erfolgt wäre. Dazu sei gesagt, dass es eine anerkannte journalistische Darstellungsform ist, in einer Streitsache in einer Ausgabe Perspektive A zu beleuchten und in der nächsten Ausgabe Perspektive B. Es war natürlich eingeplant, Schwark nach dem Eishockey-Gipfel eine Interview-Anfrage zu stellen, das wäre ein spannendes Gespräch geworden. Allerdings gilt es zu wissen, dass Schwark wesentliche Aussagen seines NEUE-Interviews vom 18. September 2024 hinterher in Eishockeykreisen abstritt, obwohl er das Interview vorab lobend schriftlich autorisiert hat und es auch einen Audiomitschnitt gibt. Die NEUE hat inzwischen schriftliche Interviewanfragen an Schedler und Schwark gerichtet, beide blieben unbeantwortet. Eine Fusion des DEC und ECB ist nahezu sicher vom Tisch. Es gibt keine Anzeichen dafür, dass die Bulldogs am Mittwoch einer Zusammenarbeit mit dem ECB zustimmten.
Wir wünschen dem EC Bregenzerwald, dass der Verein eine zukunftsfähige Lösung findet, der ECB ist ein Farbtupfer im Vorarlberger Sport. Wir halten auch mal einen Bandencheck aus, aber unkommentiert können wir solche Statements nicht lassen.