Aktive Beteiligung gestaltet die Zukunft

Zum sechsten Mal fand die Veranstaltung „Lange Nacht der Partizipation“ in Dornbirn statt. Erneut konnte mit Projekten gezeigt werden, wie wichtig aktive Beteiligung ist.
In Dornbirn fand am 11. Juni zum sechsten Mal die Veranstaltung „Lange Nacht der Partizipation“ statt. Die Polytechnische Schule Dornbirn wurde erneut zum Treffpunkt für gelebte Demokratie, Mitbestimmung und gesellschaftliches Engagement. Einen Abend lang stand die Kraft gemeinsamer Gestaltung im Mittelpunkt. Die Besucherinnen und Besucher nutzten die Gelegenheit, sich inspirieren zu lassen, Ideen auszutauschen und neue Perspektiven auf Beteiligung und Zusammenhalt zu gewinnen. Dabei entstand ein lebendiger Austausch.
27 Beiträge
Insgesamt 27 Initiativen und Organisationen präsentierten, wie vielfältig und kreativ Partizipation heute gelebt werden kann. Die Bandbreite reichte von Projekten zum gemeinschaftlichen Wohnen, über dialogische Bürgerbeteiligung bis hin zu Themen wie dem Zustand und der Ausstattung von Haltestellen. Außerdem wurden Gesundheitsprojekte, Bildungsreisen, Demokratie-Rallyes, kreative Kulturformen wie beispielsweise Musicals und Kinder-und Jugendforen vorgestellt. Auch Initiativen wie „#mitmachbarkeit“, „jung&weise“, „project Macherei“, „Pipeline“, „Create your City“, „Herzfeld“ und die Kinderstadtvertretung zeigten, wie viel Menschen bewegen und verändern können, wenn sie sich aktiv beteiligen. Die Vielfalt der Beiträge mache deutlich, wie unterschiedlich Beteiligung aussehen kann und wie viele Lebensbereiche sie umfasst. „Es ist uns eine große Freude, so viele Menschen zusammenzubringen und damit der Beteiligung und Demokratie einen weiteren Impuls zu geben“, meinte Mitorganisator Elmar Luger, Jugendkoordinator der Stadt Dornbirn.

Neue Ideen
„Bürgerbeteiligung ist eine wichtige Grundlage für eine lebendige Demokratie“, betonte Bürgermeister Markus Fäßler. Dornbirn nehme dabei, vor allem bei der Einbindung junger Menschen, seit vielen Jahren eine Vorreiterrolle ein. Die „Lange Nacht der Partizipation“ stärke dieses Engagement, bringe neue Ideen hervor und ermutige alle, die die Stadt Dornbirn aktiv mitgestalten wollen, erklärte Fäßler.
Beteiligung aller
Für besondere Impulse sorgte der Tiroler Erfinder der Veranstaltung und Beteiligungsexperte Peter Egg. Er erläuterte, dass es die Partizipationskraft aller brauche, um gesellschaftliche Herausforderungen positiv zu gestalten. Von Politik, Verwaltung und Nichtregierungsorganisationen (NGOs) über Vereine bis hin zu jedem Einzelnen. Sein Appell: Beteiligung müsse als gemeinsame Haltung verstanden werden und könne entscheidend dazu beitragen, die Zukunft aktiv und konstruktiv zu gestalten.

Fünf Partner
Organisiert wurde die Veranstaltung von fünf Partnerinstitutionen: Der Jugendabteilung der Stadt Dornbirn, der Fachhochschule Vorarlberg, der Polytechnischen Schule Dornbirn, dem Verein „jugendornbirn“ und der Internationalen Bodenseekonferenz. Gemeinsam setzten sie mit der „Langen Nacht der Partizipation“ erneut ein Zeichen für gelebte Beteiligung in der Region und unterstrichen die Bedeutung von Zusammenarbeit über verschiedene Bereiche hinweg.
Gemeinsam wirken
„Gerade in Zeiten multipler Krisen und großer Unsicherheit ist es wichtig, nicht in ein Gefühl der Ohnmacht zu verfallen, sondern den Blick auf das zu richten, was wir selbst gestalten können“, sagte Fabian Rebitzer von der FH Vorarlberg. Es sei wichtig, im Hier und Jetzt und insbesondere im eigenen Umfeld aktiv zu werden. Die „Lange Nacht der Partizipation“ zeige, wie vielfältig die Möglichkeiten sind, selbst wirksam zu werden und zusammen einen Unterschied zu machen, erklärte Rebitzer.

Junge Stimmen
Auch der Jugendstadtrat von Dornbirn, Gebhard Kröss, unterstrich die Bedeutung der Veranstaltung: „Die Beteiligung junger Menschen ist kein Zusatz, sondern eine zentrale Grundlage für eine lebendige Demokratie.“ Dornbirn setze deshalb seit 1996 konsequent auf Jugendbeteiligung und schaffe gezielt Räume, in denen junge Menschen ihre Ideen einbringen und ihre Stadt aktiv mitgestalten können. „Die Lange Nacht der Partizipation“ zeige dabei eindrucksvoll, wie wertvoll diese Stimmen sind und mache deutlich, wie viel Potenzial in echter Teilhabe steckt, führte Kröss aus.
Erneut das Miteinander gestärkt
Von den Veranstaltern wird beschrieben, dass die sechste „Lange Nacht der Partizipation“ erneut sichtbar machen konnte, dass Beteiligung verbindet, neue Perspektiven schafft und das Miteinander in der Region nachhaltig stärkt. Gleichzeitig wurde deutlich, dass solche Formate wichtige Impulse für die Zukunft setzen und Menschen ermutigen, sich weiterhin in gesellschaftliche Prozesse einzubringen. Beteiligung ist ein wichtiger Bestandteil für eine funktionierende Gemeinschaft.