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Warum diese Smartphones mit neuen Konzepten überzeugen

04.07.2026 • 08:00 Uhr
Warum diese Smartphones mit neuen Konzepten überzeugen
Der Smartphone-Markt wird vielfältiger. Neben den bekannten Herstellern etablieren sich immer mehr Marken mit eigenen Schwerpunkten. Symbolbild/shutterstock

Etablierte Markennamen dominieren den Smartphone-Markt. Doch längst haben sich kleinere Hersteller mit ganz eigenen Konzepten etabliert. Die NEUE zeigt, welche Alternativen einen genaueren Blick wert sind.

Wer sich ein neues Smartphone kaufen möchte, war noch nie mit einer so großen Auswahl konfrontiert wie heute. Zwischen unzähligen Modellen, unterschiedlichen Ausstattungsvarianten und einer wachsenden Zahl an Herstellern den Überblick zu behalten, fällt vielen schwer. Dabei lohnt sich ein Blick über die bekanntesten Marken hinaus. Denn längst haben sich Alternativen etabliert, die mit eigenen Konzepten überzeugen.

Das Kaufverhalten der Nutzer verändert sich stetig. Smartphones werden heute länger genutzt als noch vor einigen Jahren. Laut Bitkom liegt die durchschnittliche Nutzungsdauer mittlerweile bei rund zwei Jahren. Gleichzeitig geben Käufer mehr Geld für ihre Geräte aus. Der durchschnittliche Verkaufspreis in Europa erreichte zuletzt mit 580 Euro einen Höchststand, in Deutschland werden sogar durchschnittlich 605 Euro pro Smartphone bezahlt. Wer mehrere hundert Euro investiert, schaut deshalb genauer hin und achtet nicht mehr nur auf Kamera oder Prozessor. Themen wie Reparierbarkeit, lange Software-Unterstützung oder Nachhaltigkeit spielen beim Kauf eine immer größere Rolle.
Genau hier setzen viele kleinere Hersteller an. Sie versuchen nicht, die großen Marken zu kopieren, sondern besetzen gezielt Nischen. Während manche auf ein außergewöhnliches Design setzen, werben andere mit wechselbaren Akkus, einer modularen Bauweise oder besonders langen Update-Zeiträumen. Die Strategie scheint aufzugehen. Statt über den günstigsten Preis zu konkurrieren, wollen sich diese Hersteller über Eigenschaften abheben, die für viele Käufer zunehmend wichtiger werden um ein Angebot zu schaffen, welches sich auf die individuellen Ansprüche der Nutzer richtet.

Langlebigkeit als Nische

Während einige Hersteller jedes Jahr mit schnelleren Prozessoren oder besseren Kameras werben, verfolgt Fairphone einen anderen Ansatz. Das niederländische Unternehmen setzt auf Langlebigkeit. Das aktuelle Fairphone Gen. 6 ist modular aufgebaut. Komponenten wie Akku, Display, Kamera oder Lautsprecher lassen sich mit wenigen Handgriffen austauschen. Ersatzteile und Reparaturanleitungen stellt der Hersteller selbst zur Verfügung. Dadurch soll das Smartphone deutlich länger genutzt werden können als herkömmliche Geräte.

Auch bei der Software geht Fairphone einen ungewöhnlichen Weg. Das Unternehmen verspricht Updates bis 2033 und mindestens sieben Android-Upgrades. Gleichzeitig legt der Hersteller Wert auf fair gewonnene und recycelte Rohstoffe. Mehr als die Hälfte der verwendeten Materialien stammt nach Unternehmensangaben aus fairen oder recycelten Quellen. Ganz ohne Kompromisse kommt das Konzept allerdings nicht aus. Das Fairphone gehört weder bei der Kamera noch bei der Rechenleistung zur Spitzengruppe. Für alltägliche Anwendungen wie Telefonieren, Nachrichten, Navigation oder Streaming reicht die Ausstattung dennoch problemlos aus. Wer besonderen Wert auf Nachhaltigkeit und Reparierbarkeit legt, findet hier eine der interessantesten Alternativen am Markt. Das Fairphone Gen. 6 kostet circa 600 Euro und bewegt sich damit in der gehobenen Mittelklasse.

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Das Fairphone Gen. 6 ist so konzipiert, dass sich viele Komponenten selbst austauschen lassen.fairphone

„Nichts“ kann mehr

Während Fairphone mit Nachhaltigkeit glänzt, setzt Nothing auf Design und Benutzererlebnis. Gegründet wurde das britische Unternehmen 2020 vom früheren OnePlus-Mitgründer Carl Pei. Ziel war es, sich bewusst vom Einheitslook vieler Smartphones abzuheben. Auffälligstes Merkmal sind die transparenten Gehäuse und die sogenannten Glyph-Leuchten auf der Rückseite, die etwa bei Anrufen oder Benachrichtigungen aufleuchten.Hinter dem ungewöhnlichen Design steckt jedoch mehr als ein optischer Hingucker. Nothing verzichtet weitgehend auf vorinstallierte Zusatzprogramme und setzt auf eine schlanke Android-Oberfläche. Das sorgt für eine übersichtliche Bedienung und flüssige Leistung im Alltag. Mit dem Phone (3) bietet der Hersteller mittlerweile ein obere Mittelklassegerät mit vier 50-Megapixel-Kameras, hochwertigem AMOLED-Display und einer Update-Garantie von fünf Android-Versionen sowie sieben Jahren Sicherheitsupdates. Preislich liegt das Nothing Phone (3) bei rund 600 Euro. Mit diesem Konzept hat sich Nothing in wenigen Jahren als feste Größe unter den alternativen Smartphone-Herstellern etabliert. Ein nennenswerter Schwachpunkt bleibt allerdings die Reparierbarkeit. Die Nothing-Geräte sind deutlich schwieriger zu öffnen und zu reparieren. Auch bei den offiziellen Reparaturmöglichkeiten liegt der Hersteller hinter einigen Mitbewerbern zurück. Wer jedoch Wert auf ein eigenständiges Design, moderne Technik und eine aufgeräumte Software legt, findet in Nothing eine der interessantesten Alternativen am Smartphone-Markt.

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Das Nothing Phone (3): Markantes Design, aufgeräumte Benutzeroberfläche. nothing tech

Funktionalität im Vordergrund

Nicht jeder braucht die beste Kamera oder das dünnste Smartphone. Manche Nutzer wünschen sich vor allem ein Gerät, das Stürze, Regen oder Staub problemlos übersteht. Genau hier setzt der französische Hersteller Crosscall an. Statt auf ein besonders schlankes Design konzentriert sich das Unternehmen auf robuste Smartphones für Handwerker, Einsatzkräfte, Outdoor-Sportler oder Menschen, die ihr Gerät täglich unter anspruchsvollen Bedingungen nutzen.
Das Stellar-M6 kostet in etwa 500 Euro und bringt Eigenschaften mit, die bei vielen klassischen Smartphones nur eine untergeordnete Rolle spielen. Es ist nach IP68 gegen Wasser und Staub geschützt und wird mit fünf Jahren Garantie, einschließlich des Akkus, angeboten. Ersatzteile sollen je nach Modell sogar bis zu zehn Jahre verfügbar sein. Damit verfolgt Crosscall einen Ansatz, der auf Langlebigkeit und eine besonders hohe Widerstandsfähigkeit ausgelegt ist. Natürlich hat auch dieses Konzept seine Grenzen. Wer Wert auf Spitzenleistung, modernste Kameratechnik oder ein besonders schlankes Design legt, wird bei anderen Herstellern eher fündig. Crosscall richtet sich bewusst an eine Zielgruppe, für die Zuverlässigkeit wichtiger ist als technische Höchstwerte. Gerade darin unterscheidet sich die Marke von vielen Mitbewerbern und zeigt, dass sich auch abseits der bekannten Hersteller erfolgreiche Konzepte etablieren können.

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Das Stellar-M6 richtet sich vor allem an Handwerker, Einsatzkräfte und Outdoor-Sportler, für die Zuverlässigkeit wichtiger ist als ein besonders schlankes Design. crosscall

Klare Zielgruppen

Lange Zeit versuchten kleinere Hersteller, den großen Marken möglichst ähnlich zu sein oder mit günstigeren Preisen zu überzeugen. Heute gehen sie bewusst einen anderen Weg. Statt möglichst viele Käufer anzusprechen, konzentrieren sie sich auf klar definierte Zielgruppen. Genau diese Spezialisierung macht sie für viele Nutzer interessant. Preislich unterscheiden sich viele Alternativen inzwischen kaum noch von den bekannten Marken. Entscheidend ist deshalb immer häufiger nicht der Name auf dem Gehäuse, sondern welche Eigenschaften im Alltag tatsächlich wichtig sind.