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Millionenschub für Ländle-Weltraumpionier 

27.08.2026 • 15:13 Uhr
Millionenschub für Ländle-Weltraumpionier 
Millionenregen für einen Vorarlberger Welttraumpionier. Isar Aerospace

Das deutsche Raumfahrt-Start-up Isar Aerospace mit CEO Daniel Metzler hat sich eine Förderung von 200 Millionen Euro von der ESA gesichert.

Das deutsche Raumfahrt-Start-up Isar Aerospace hat sich eine Förderung von rund 200 Mio. Euro von der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) gesichert. Damit soll die Entwicklung künftiger Trägerraketen vorangetrieben werden, teilte das Unternehmen aus Ottobrunn am Donnerstag mit. Isar erklärte zudem, bereits erste Meilensteine des Programms erreicht zu haben. Der Auftragsbestand für Raketen-Starts reiche bis ins Jahr 2028 und umfasse Missionen für die ESA und andere Kunden.

Europe Space Launch
Ein Start einer Rakete in Norwegen. Isar Aerospace

Mittendrin in diesem neuen Weltraumzeitalter steht der Vorarlberger Daniel Metzler. Seine akademische Laufbahn begann er 2011 mit einem Maschinenbaustudium an der TU Wien, das er 2016 abschloss. Anschließend wechselte der gebürtige Feldkircher an die Technische Universität München. Dort engagierte er sich von 2016 bis 2019 in der Raumfahrt-Studentengruppe WARR und übernahm bald die Projektleitung für eine Höhenforschungsrakete.

Millionenschub für Ländle-Weltraumpionier 
Daniel Metzler, CEO von Isar Aerospace, stammt aus Feldkirch. Isar Aerospace

Die Förderung ist Teil des ESA-Programms “European Launcher Challenge”, mit dem die europäischen Regierungen ihre Startkapazitäten ausbauen wollen. Die europäischen Staaten wollen sich von außereuropäischen Weltraumfirmen wie SpaceX des Milliardärs Elon Musk unabhängiger machen und einen unabhängigen Zugang zum Weltraum für zivile, kommerzielle sowie militärische Missionen sichern.

Bisher größte Zusage

Bei der Förderung handelt es sich um die größte von drei bisher bekannt gegebenen Zusagen im Rahmen des Programms, das von den Mitgliedstaaten mit mehr als 900 Mio. Euro ausgestattet ist. Der SPD-Bundestagsabgeordnete und Haushaltspolitiker Andreas Schwarz unterstrich die strategische Bedeutung des Schritts. “Startkapazitäten sind ein elementares Interesse eines Staates”, sagte Schwarz der Nachrichtenagentur Reuters. Regierungen sollten demnach Instrumente von langfristigen Startzusagen bis hin zu staatlichen Beteiligungen an Anbietern wie Isar prüfen.

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Isar Aerospace startet aus Norwegen. Isar Aerospace

Isar Aerospace hatte Mitte Juni den geplanten zweiten Testflug seiner “Spectrum”-Rakete kurz vor dem geplanten Start wegen technischer Probleme abgesagt. Das war der fünfte gescheiterte Startversuch seit Jänner.

(NEUE Vorarlberger Tageszeitung, Agenturen)