Skigebiet Schetteregg: Entscheidung gefallen

Die Alpgemeinschaft „Gemeine Brongen und Tristen“ hat gestern über die Verpachtung von Flächen für das Projekt von Jürgen Sutterlüty abgestimmt. Und auch über die Chance einer Bikenutzung, koordiniert von Elias Schwärzler.
Noch vor wenigen Wochen schien es, als sei der Winterbetrieb im Skigebiet Schetteregg in Egg-Großdorf für den kommenden Winter nicht mehr möglich, weil die Alpgemeinschaft größere Flächen zur Pachtung für einen Sommerbetrieb nicht mit einer Zweidrittel-Mehrheit einräumte. Gestern gab es zu diesem Pachtvertrag eine neuerliche Versammlung der Agrargemeinschaft. Damit war die Versammlung beschlussfähig und stimmte mit einer über Zweidrittel-Mehrheit für die Verpachtung der notwendigen Flächen. Klaus Waldner, als Obmann der Alpgemeinschaft erklärte telefonisch: „Wir haben die notwendige Mehrheit erreicht und damit ist es für uns erledigt, das sollte jetzt so klappen.“
Die Projektbetreiber
Jürgen Sutterlüty befindet sich aktuell im Ausland und war zunächst nicht für eine Stellungnahme erreichbar. Elias Schwärzler ist gemeinsam mit ihm im Projekt für die Streckenplanung der Bike-Anlage zuständig und war für uns erreichbar. Elias Schwärzler informiert gegenüber der NEUE: „Für die Region ist das sensationell, das ist der nächste Schritt für die Zukunft der Schetteregg. Wir haben 13.000 Unterstützungsunterschriften bekommen, um die Zukunft dieser kleinen Region und der Betriebe in der Schetteregg zu sichern. Wir können nun das Gebiet entwickeln und wir wollen nicht drüberfahren, sondern mit der Landwirtschaft das Projekt betreiben, da ist Jürgen Sutterlüty der ideale regionale Partner für die Region. Es geht also jetzt in der Schetteregg weiter und es werden Investitionen für den Winterbetrieb freigegeben.“ Gleichzeitig würden final für den Sommerbetrieb die letzten Einreichungen bei den Behörden gemacht und eventuell werden schon im Herbst die ersten Strecken gebaut, so Schwärzler.

Hannes Waldner ist nach wie vor Betriebsleiter der Bahnen und der Gastronomie im Skigebiet. Er ist nun als solcher gefordert, den Winterbetrieb auf die Beine zu stellen. „Wir leiten jetzt alles in die Wege, um den Winterbetrieb optimal zu organisieren.“ Dabei seien nicht nur infrastrukturelle Maßnahmen notwendig, sondern auch das Personal zu finden und anzustellen, für die Liftanlagen genauso wie für die Gastronomie. „Das ist zu schaffen und wir freuen uns auf viele Gäste im Winter in der Schetteregg“, so Waldner.

Neue Bewirtschafter für Alpe gesucht
In bäuerlichen Kreisen machte schon länger das Gerücht die Runde, dass der Bewirtschafter der Alpe „Brongen und Tristen“ seinen Bewirtschaftungsvertrag kündige. Die Familie Meusburger dementierte dies noch vor zwei Wochen. Jetzt ist es fix, die Alpe sucht einen neuen Pächter, wie aus einem Inserat zu entnehmen ist. Klaus Waldner als Obmann erklärt hierzu, dass es „nicht schlecht ausschaut mit Interessenten und das werden sie ins Lot bringen“.
Die Gemeinde zeigt sich zufrieden
Bürgermeister Marc Meusburger ist sehr froh, dass es jetzt weiter geht und ein wichtiger Schritt mit der Zustimmung der Alpgemeinschaft in die Zukunft getan ist. Jetzt könnten auch die Genehmigungsverfahren weiter fortgeführt werden, um die Sicherung und Entwicklung von Schetteregg zu ermöglichen.
Kurt Bereuter
(NEUE Vorarlberger Tageszeitung)