PH Vorarlberg: Volles Haus in der Primarstufe

28.09.2026 • 14:00 Uhr
PH Vorarlberg: Volles Haus in der Primarstufe
Rektorin Elisabeth Haas: „Auch in den Studienangeboten der Sekudarstufe zeigt sich eine erfreuliche Nachfrage.“ klaus Hartinger

Lehramtsstudium an der Pädagogischen Hochschule Vorarlberg in Feldkirch ist stark nachgefragt. Sämtliche Studienplätze in der Primarstufe sind vergeben.

An der Pädagogischen Hochschule Vorarlberg (PH) startet am 1. Oktober das neue Studienjahr mit einer starken Nachfrage nach den Lehramtsstudien. Besonders groß ist das Interesse an der Primarstufe: Sämtliche verfügbaren Studienplätze sind vergeben. „Wir freuen uns darauf, unsere Studierenden begrüßen zu können. Sämtliche Vorbereitungen sind abgeschlossen, um optimale Bedingungen und ein erfolgreiches Studieren zu gewährleisten“, sagt Rektorin Elisabeth Haas.

PH Vorarlberg: Volles Haus in der Primarstufe
Die Vorbereitungen für das neue Studienjahr sind abgschlossen. Hartinger


Die Studierenden, die das Aufnahmeverfahren erfolgreich absolviert haben, beginnen ihre Ausbildung zur Volksschullehrperson. Bereits im Herbst 2025 war an der PH Vorarlberg das neu gestaltete Lehramtsstudium für die Primarstufe gestartet. Die Bachelor-Ausbildung wurde auf sechs Semester verkürzt, daran schließt ein viersemestriges Masterstudium an. Theorie, Praxis und Forschung sollen dabei enger miteinander verknüpft werden.

Pädagogische hochschulen österreich

In Österreich gibt es 14 Pädagogische Hochschulen. Zuständig sind sie für die Aus-, Fort- und Weiterbildung der Pädagog:innen für den Elementarbereich, die Primarstufe, die Sekundarstufe Berufsbildung und – in enger Kooperation mit den Universitäten – für die Sekundarstufe Allgemeinbildung. Außerdem wird an den Pädagogischen Hochschulen berufsfeldbezogen geforscht und sie begleiten und beraten Schulen, Kindergärten und Bildungsnetzwerke.

Insgesamt studieren mehr als 21.000 angehende Lehrpersonen, aber auch Quereinsteigende an den 14 Pädagogischen Hochschulen. In der Weiterbildung beträgt die Studierendenzahl mehr als 18.000 und in der Fortbildung werden rund 400.000 Teilnahmen verzeichnet.

Zu den öffentlichen Pädagogischen Hochschulen Wien, Niederösterreich, Burgenland, Steiermark, Kärnten, Oberösterreich, Salzburg, Tirol und Vorarlberg kommen die Kirchliche Pädagogische Hochschule Wien/Niederösterreich,  die Private Pädagogische Hochschule Augustinum in Graz, die Private Pädagogische Hochschule der Diözese Linz und die Kirchliche Pädagogische Hochschule Edith Stein dazu. Außerdem gibt es die Hochschule für Agrar- und Umweltpädagogik in Wien, die spezielle Studiengänge anbietet, darunter aber kein Primarstufenstudium.

Gut angekommen

Nach drei Jahren Bachelorstudium besteht die Möglichkeit, bereits in den Schuldienst einzusteigen und das zweijährige Masterstudium berufsbegleitend zu absolvieren. Die kürzere Studiendauer sei bei den Studierenden gut angekommen, betonte Rektorin Haas bereits nach dem ersten Jahr. „Es ist uns gelungen, dass alle Studierenden des Lehramts Primarstufe die neue Ausbildungsstruktur gewählt haben.“ Mithilfe von Äquivalenzlisten wurde auch bereits Studierenden der Umstieg in die neue Struktur ermöglicht.

PH Vorarlberg: Volles Haus in der Primarstufe
Es ist angerichtet: Das Studienjahr 2026/27 kann starten. Hartinger

Neuerung bei Sekundarstufe


Auch in den Studienangeboten der Sekundarstufe zeigt sich eine erfreuliche Nachfrage – begleitet von neuen Curricula, kürzeren Studienwegen und Möglichkeiten für Studierende in Vorarlberg. Wesentliche Neuerungen gibt es im Lehramt Sekundarstufe Allgemeinbildung: Das Bachelorstudium umfasst nun drei Jahre, daran schließt ein zweijähriges Masterstudium an. Damit wird der Weg zum Lehramtsabschluss kompakter und klar strukturiert. Es besteht weiterhin die Möglichkeit, dieses Studium in Vorarlberg zu absolvieren. Das Lehramt Sekundarstufe Berufsbildung startet auch mit einem neuen Curriculum in das Studienjahr. Zahlreiche Anmeldungen zeigen das Interesse an diesem Ausbildungsweg, heißt es seitens der PH Vorarlberg. Das neue Studienangebot setzt auf eine zeitgemäße und praxisorientierte Qualifizierung für die vielfältigen Anforderungen des schulischen Berufsfeldes. „Generell können Studierende durch inhaltliche Spezialisierungen individuelle Schwerpunkte setzen und ihr fachliches Profil gezielt weiterentwickeln“, so Elisabeth Haas.

Pädagogische Hochschule Vorarlberg

Die PH Vorarlberg mit dem Standort Feldkirch nimmt im Bildungsland Vorarlberg einen wichtigen Platz ein und prägt durch die Lehramtsausbildung der Primar- sowie Sekundarstufe, die Fort- und Weiterbildung aller Lehrpersonen sowie Schulentwicklungsberatung die Schullandschaft in Vorarlberg entscheidend mit. Zudem sind auch zwei Praxisschulen (Volksschule, Mittelschule) der PH Vorarlberg angeschlossen. Die PH Vorarlberg kooperiert mit den Hochschulen in Tirol und ist Teil des Verbundes West. Die tertiäre Bildungseinrichtung wurde im Jahr 2007 als Nachfolgeinstitution der Pädagogischen Akademie gegründet.


Erstsemestrige haben auch die Möglichkeit, erste Schulerfahrungen im Berufsfeld Schule zu sammeln. Sie werden somit rasch mit dem Schulalltag vertraut. „Ein abgeschlossenes Masterstudium bietet zudem die entsprechende akademische Grundlage für den Anschluss eines Doktoratsstudiums.“

Weiterbildung

Professionalisierung endet jedoch nicht mit dem Studienabschluss. Mit einem breiten und kontinuierlich weiterentwickelten Angebot an Fort- und Weiterbildungen werden Lehrpersonen während ihrer gesamten Berufslaufbahn begleitet. Elisabeth Haas: „Damit reicht das Bildungsangebot von der ersten akademischen Ausbildung über Spezialisierungen bis hin zur laufenden beruflichen Weiterentwicklung. Die PH Vorarlberg bietet hier viele Angebote“