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Von außen unscheinbar, auf dem Teller überraschend

11.10.2026 • 09:00 Uhr

Mitten im Vinomna Center in Rankweil betreibt ein Gastronomiepaar ein Restaurant, das noch längst nicht jeder kennt.

Kleine Lichter mit warmen Tönen und naturbelassene Farben: Im Feinspitz soll eine gemütliche Atmosphäre entstehen. „Nicht schrill, nicht abgehoben“, beschreibt Isabell Lang die Einrichtung. Ihr Mann Pascal ergänzt: „Dass man sich wohlfühlt, dass es nicht übertrieben ist. Man soll sich fühlen, als wäre man daheim.“

Von außen unscheinbar, auf dem Teller überraschend
Das Auge isst im Feinspitz mit. Fechtig

Isabell und Pascal Lang führen das Restaurant gemeinsam. Ein eigenes Lokal zu haben war für beide schon länger ein Traum – aber nicht um jeden Preis. „Die Rahmenbedingungen mussten einfach passen“, sagen sie. Als sich die Gelegenheit im Vinomna Center in Rankweil ergab, stimmten für die beiden die Lage und das Gesamtpaket. Ihre Wege in die Gastronomie begannen mit einer Lehre als Koch und Köchin und als Servicekraft. Kennengelernt haben sie sich im Montafonerhof in Tschagguns, wo Isabell ihre Lehre absolvierte. Dort arbeiteten sie einige Jahre zusammen und merkten, dass sie auch als Team gut funktionieren.

Ein neuer Name mit Verbindung zum alten Lokal

Vor dem Feinspitz war in den Räumlichkeiten das Restaurant Tafelspitz. Bei der Namenswahl wollten Isabell und Pascal Lang an den früheren Betrieb anknüpfen, ohne den Neuanfang zu verschweigen. „Damit die Leute eine Verbindung haben, wo das Restaurant ist“, erklärt Pascal Lang. Einen tieferen Hintergrund habe der Name nicht. „Uns hat der Name einfach gut gefallen und wir finden, er ist sehr passend für dieses Restaurant.“

Von außen unscheinbar, auf dem Teller überraschend
Die Topfenknödel gehören zu den beliebten Desserts im Feinspitz. Fechtig

Die Küche ist modern ausgerichtet, bleibt aber zugleich mit traditionellen Werten verbunden. „Es wird etwas gehobener gekocht“, sagt Pascal Lang. Trotzdem solle das Angebot für alle zugänglich bleiben. „Jeden willkommen zu heißen“, ist für die beiden sehr wichtig. Das Feinspitz ist ein Slow-Food-Betrieb. Bei den Produkten wird immer zuerst auf Saison und Qualität geachtet und danach auch noch auf Regionalität. „Wenn man saisonal kocht, kocht an ohnehin weitgehend regional“, erklärt Lang.

Ein Angebot für den ganzen Tag

Das Angebot reicht vom Frühstück über das Mittagsgeschäft bis zur gehobeneren Küche am Abend. Am Vormittag gibt es etwa Avocadobrot oder Räucherlachs mit hausgemachtem Toastbrot. Auch Beef Tartar wird gern bestellt. Bei den Hauptgängen am Mittag seien Fischgerichte beliebt, auch in Kombination mit Jakobsmuscheln und Garnelen.

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Das Beef Tartar wird sehr gerne bestellt. Fechtig

Die Bandbreite über den Tag gehört zum Konzept. Dass mittags viele Stammgäste wiederkommen, freut die beiden besonders. „An jedem Mittag haben wir ein bis zwei Tische, die fix reserviert sind.“ Für Isabell und Pascal Lang ist es sehr schön zu sehen, dass die Leute immer wieder kommen.

Themenabende mit großer Nachfrage

Neben dem regulären Angebot werden auch Themenabende veranstaltet. Auf asiatische Abende mit Sushi folgten italienische Abende und zuletzt auch spanische Abende. Was zunächst vorsichtig begann, ist gewachsen: „Zuerst haben wir gehofft, dass wir überhaupt zwei Abende voll bekommen“, erzählt Lang. Mittlerweile findet jedes Thema an vier Abenden statt, weil die Nachfrage so groß ist. Beim spanischen Abend waren es zuletzt an vier Abenden fast 180 Leute.

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Auch am Abend ist das Feinspitz ein beliebter Treffpunkt. Fechtig

Abends bietet das Restaurant etwa 50 Plätze. Wenn im Innen- und Außenbereich alles voll ist, haben etwa 90 Gäste Platz. Themenabende geben dem Paar außerdem die Möglichkeit, sich kulinarisch auszuprobieren. Auf diese Entwicklung sind die beiden sehr stolz.

Küche und Service halten zusammen

Im Feinspitz wird die Arbeit nicht strikt zwischen Küche und Service aufgeteilt. Das Team besteht derzeit aus vier Mitarbeitenden. „Alle haben beide Bereiche gelernt“, sagt Isabell Lang. „Da steht nicht nur ein Koch oder eine Servicekraft, sondern sie haben alles gelernt und sind top ausgebildet – sie können wirklich alles.“ Die Küche serviert mit, während der Service auch in der Küche hilft. „Jeder wäscht ab, jeder bedient“, sagt Pascal Lang.

Für Isabell Lang ist dieses Zusammenspiel besonders wichtig: Wenn mittags viele Gäste da seien, müssen alle Hände zusammenarbeiten. Die Köche und Köchinnen bleiben dadurch auch nah an den Gästen. „Für einen Koch oder eine Köchin gibt es nichts Besseres, als wenn er oder sie einen Tisch abräumt, die Leute vom Essen schwärmen und sie wissen: Du hast das gekocht!“, sagt Isabell Lang.

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Die Karte im Feinspitz wird regelmäßig an die Saison angepasst. Fechtig

Die Aufgaben der beiden ergänzen sich ebenfalls. Pascal Lang ist für die Küche verantwortlich und kümmert sich hinter den Kulissen um das Kaufmännische. Isabell Lang verantwortet den Service und die Gestaltung des Lokals. Auch wenn die Rollen im Restaurant unterschiedlich verteilt sind, helfe ihnen das Zusammenspiel: „So ergänzen wir uns super.“, erklärt Pascal Lang.

Langfristig in Rankweil bleiben

Im November werden es zwei Jahre, seit es den Feinspitz gibt. Ein Erlebnis, an das sich beide gern erinnern, war das 15-jährige Jubiläum des Vinomna Centers. Das Feinspitz war damals in seinem ersten Jahr dabei. Beim Night-Shopping war alles schön dekoriert, das Restaurant hatte den ganzen Abend geöffnet und der Andrang war groß. „Ein sehr schönes Erlebnis“, erzählt Isabell Lang.

Von außen unscheinbar, auf dem Teller überraschend
Fine Dining in Rankweil. Fechtig

Für die Zukunft wünschen sich die beiden, sich in Rankweil fest zu etablieren und den Bekanntheitsgrad des Lokals weiter zu steigern. Es gebe noch viele Menschen in Rankweil, die das Restaurant nicht kennen, weil es von außen nicht sofort einsehbar sei. Das Ziel sei, beständig zu bleiben und langfristig weiterzumachen. „Wir möchten nicht nach fünf Jahren wieder aufhören. Unser Ziel ist es, das noch eine lange Zeit zu machen.“