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Eggler-Bargehr bewirbt sich für dritte Amtszeit

21.10.2026 • 16:32 Uhr
Eggler-Bargehr
Seit 2015 Rechnungshof-Direktorin: Brigitte Eggler-Bargehr. neue

Die Direktorin des Landes-Rechnungshofes ist die einzige Kandidatin für die nächste Amtsperiode. Das Hearing findet am 4. November statt, die Wahl im Landtag voraussichtlich am 18. November, spätestens im Dezember.

Brigitte Eggler-Bargehr möchte den Landes-Rechnungshof Vorarlberg weitere sechs Jahre leiten. Sie hat sich als einzige Bewerberin für eine dritte Amtsperiode beworben. „Ich finde die Aufgabe sehr sinnvoll und wichtig. Sie macht mir nach wie vor Freude“, führt die Direktorin aus. Sie fühle sich fit, habe ein tolles Team und schätzt die vielfältige Tätigkeit.

Im Landtag wird entschieden

Das Hearing findet am 4. November im Landhaus statt. Eggler-Bargehr muss sich dort mit einer Präsentation vorstellen. Landtagspräsident Harald Sonderegger bestätigt, dass nur ihre Bewerbung eingelangt ist. Nach dem Hearing soll es eine Sondierungsrunde mit den fünf Klubobleuten und Klubobfrauen der Landtagsfraktionen geben. „Da kann sich schon abzeichnen, ob es zu einer raschen Lösung kommen wird“, so Sonderegger.

Die Entscheidung fällt im Landtag. Sie könnte bei der Sitzung am 18. November getroffen werden, spätestens aber bei der Dezembersitzung. Für die Wahl ist eine Zweidrittelmehrheit erforderlich. Die neue Amtsperiode beginnt am 1. April 2027 und dauert sechs Jahre.

Brigitte Eggler-Bargehr
Präsentation einer Prüfung. Neue

Eggler-Bargehr geht nach eigenen Worten „positiv und aufrecht“ in das Hearing. Sie wolle darlegen, was der Rechnungshof in den vergangenen Jahren bewirkt habe und welche Vorstellungen sie für die kommenden Jahre habe. „Meine Art und meine Arbeitsweise werde ich nicht grundlegend verändern.“

Volksanwaltschaft

Zwei Kandidaten zur Auswahl
Neben der Leitung des Landes-Rechnungshofes wird mit der Leitung der Landes-Volksanwaltschaft eine weitere Spitzenposition neu besetzt. Laut Landtagspräsident Harald Sonderegger sind für das Amt des Landes-Volksanwalts zwei Bewerbungen eingegangen. Auch diesbezüglich findet am 4. November ein Hearing der Kandidaten statt. Die Entscheidung, wer das Amt bekommt, fällen wie beim Rechnungshof die fünf Fraktionen im Landtag. Dazu ist eine Dreiviertelmehrheit erforderlich. Die neue Amtsperiode des Volksanwalts beginnt Mitte Mai 2027.

Seit 2015 Direktorin

Seit 2015 steht Eggler-Bargehr an der Spitze des Landes-Rechnungshofes. Die Institution kannte sie schon davor: 1999 war sie als freie Mitarbeiterin Teil des Teams, das die erste Prüfung durchführte. 2020 wurde sie einstimmig wiedergewählt. Die gebürtige Wolfurterin promovierte in Betriebswirtschaft an der Universität Innsbruck und sammelte unter anderem internationale Erfahrung bei McKinsey. Außerdem war sie Geschäftsführerin der AKS Gesundheit GmbH und Aufsichtsrätin der ÖBB.

Maurice Shourot
Landtagspräsident Harald Sonderegger. ms

Keine Kritik ohne Empfehlung

Für Brigitte Eggler-Bargehr soll der Rechnungshof nicht bloß Fehler aufzeigen. „Unser Ziel ist, Verbesserungen zu bewirken. Möglichkeiten dafür gibt es immer.“ Der Rechnungshof behaupte nicht, alles besser zu wissen, blickt aber mit einem anderen Fokus auf Themen und Abläufe. „Keine Kritik ohne Empfehlung“ – das ist eine klare Linie von Eggler-Bargehr bei den Prüfungen. Demokratie brauche Kontrolle, sagt sie: Der Rechnungshof will nicht nur Missstände aufzeigen, sondern auch eine bessere Ausgangsbasis für die Zukunft ermöglichen.

Pension kein Thema

Mit ihrer Bewerbung um eine weitere sechsjährige Amtszeit macht die 62-Jährige klar: Pension ist für sie kein Thema. „Nein. Man spricht immer davon, dass Menschen länger arbeiten sollten. Wenn man gesund ist und eine sinnvolle Aufgabe hat, kann man auch mit gutem Beispiel vorangehen.“
Ob Brigitte Eggler-Bargehr für eine dritte Amtszeit als Leiterin des Landes-Rechnungshofes Vorarlberg gewählt wird, hängt von den fünf Fraktionen im Landtag ab. Dass es nur eine Kandidatin gibt und ihre bisherige Arbeit als Direktorin sprechen für sie.