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Legionellenprozess: Der zweite Akt einer offenen Schuldfrage

21.10.2026 • 14:45 Uhr
Legionellenprozess: Der zweite Akt einer offenen Schuldfrage
Bereits der erste Verhandlungstermin stieß auf großes Interesse. NEUE

Nach dem Legionellenausbruch im Winter 2024/25 stehen drei Männer zum zweiten Mal vor Gericht. Der Prozess soll den ganzen Donnerstag dauern. Die NEUE berichtet laufend aus dem Gerichtssaal.

Nachdem der Prozess um den Legionellenausbruch im Winter 2024/25 am 18. August vertagt wurde, müssen sich drei Männer, 43, 62 und 37 Jahre alt, heute erneut vor Gericht verantworten. Ihnen wird vorgeworfen, dass sie die ihnen gebotene Sorgfalt bei der Wartung eines Kühlturms außer Acht gelassen haben.

Beim damaligen Legionellenausbruch mussten 42 Personen mit teils schweren Lungenentzündungen im Krankenhaus behandelt werden. Dabei wurde festgestellt, dass im Windkegel eines Kühlturms der Firma Rattpack vermehrt Fälle auftraten. Dieser wurde in Folge stillgelegt.

Der erste Prozess war vor allem von gegenseitigen Schuldzuweisungen geprägt. Erst- und Zweitangeklagter – es handelt sich um Geschäftsführer und den technischen Leiter von Rattpack – sehen die Schuld bei einem externen Dienstleister sehen. Dessen Mitarbeiter, der Drittangeklagte, erklärt hingegen, es sei üblich, dass sich Kunden selbst um regelmäßige Legionellenproben kümmern. Es habe keine konkreten Vereinbarungen gegeben.

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Der zweite Prozess ist am Donnerstag von 9 bis 18 Uhr angesetzt. Richterin Franziska Klammer leitet das Verfahren. Erst- und Zweitangeklagter werden von einem Verteidigerteam um Arnulf Summer vertreten. Felician Simma verteidigt den Drittangeklagten. Die NEUE berichtet laufend von den Ereignissen aus dem Gerichtssaal.