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Projekt Skateplatz erneut ausgebremst

03.05.2022 • 18:38 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Der Standort neben der Ausweichschule Fischbach wurde bereits Mitte 2021 fixiert. <br><span class="copyright">Klaus hartinger</span>
Der Standort neben der Ausweichschule Fischbach wurde bereits Mitte 2021 fixiert.
Klaus hartinger

Skateplatz in Dornbirn weiter in der Warte­schleife. Lärmschutz macht weitere Umplanungen notwendig.

Eigentlich hätten längst die Bagger anrollen sollen, doch das Grundstück neben der Ausweichschule Fischbach in Dornbirn liegt noch immer brach. „Im besten Fall dürfte die Baufirma im Frühling 2022 anrücken, um den Platz mit Skateanlage zu errichten“, hieß es im vergangenen September vonseiten der Stadt. Und jetzt scheint wieder alles in der Schwebe zu sein. Grund dafür ist der Lärm, beziehungsweise Nachbarn, die davon betroffen sein könnten.
Das für den Skateplatz vorgesehene Gelände grenzt an die sich im Bau befindliche Ausweichschule Fischbach, Bahngleise sowie an eine rege befahrene Kreuzung mit Ampelregelung. Gute Erreichbarkeit, Flächenpotenzial als Wohlfühlort und Treffpunkt sowie wenige unmittelbare Wohnnachbarn hatten eigentlich für dieses städtische Grundstück gesprochen.


„Für das Projekt werden vom Lärmtechniker Referenzwerte hergenommen. Am Skateplatz selbst liegen diese im erlaubten Bereich, jedoch nicht im Bereich der Zufahrt“, erklärt der zuständige Stadtrat Julian Fässler die Problematik. Daher wurden nochmals Änderungen beziehungsweise Umplanungen vorgenommen. Die Referenzwerte sind wohl so knapp, dass ein paar Meter bereits einen Unterschied ausmachen.

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Berufung angekündigt

Daher wird es eine zweite Bauverhandlung geben. Insbesondere in der Vorzone und in der Zufahrt wurde das Vorhaben abgeändert. „Damit wollen wir den Nachbarn noch einmal entgegenkommen und für eine Lärmreduktion sorgen“, sagt Fässler.
Dennoch haben die Nachbarn bereits Berufung angekün­digt. Fässler geht davon aus, dass das Bauvorhaben in weiteren Instanzen verhandelt werden muss.
Die neue Projektplanung wird aktuell von einem Lärmtechniker des Landes berechnet. In ein bis zwei Wochen liegt im besten Fall ein Ergebnis vor. Fässler geht davon aus, dass die neue Variante im rechtlichen Rahmen ist. Ist das der Fall, kommt es zur zweiten Bauverhandlung.
Halten die Nachbarn wie angekündigt an ihren Einwänden fest, geht es in die nächste Instanz. Dann wird ein Gericht entscheiden.
Fässler bleibt zwar zuversichtlich, dass eine Entscheidung zugunsten des Projekts gefällt wird. Doch der Baubeginn würde sich in diesem Fall auf unbestimmte Zeit verzögern.
„Seitens der Stadt haben wir ein fertiges Projekt vorliegen, das mit den Jugendlichen abgestimmt ist. Wir wären bereit, es umzusetzen und halten auch den Standort neben der Schule für richtig“, betont Fässler einmal mehr und ergänzt: „Wenn das Projekt an diesem Standort scheitert, dann muss man sich schon fragen, wo soll es denn dann umsetzbar sein? In einer Stadt!“

Jahrelanger Prozess

Nach jahrelangem Prozess wurde im Juni 2021 endlich ein Standort für den Skateplatz fixiert. Da die Lärmschutzeinrichtung deutlich aufwendiger ist als eine herkömmliche Schutzwand, waren bereits zusätzliche Planungen notwendig.
Im Vorfeld waren Standorte am Bahnhof, am Hermann-Gmeiner-Park, im Stadtteil Hatlerdorf oder nahe des Sportplatzes Haselstauden bereits gescheitert. Die beiden letzteren am Lärmschutz.

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