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Erneuter Geschäftsführer-Wechsel bei drexel und weiss

06.06.2024 • 16:38 Uhr
Erneuter Geschäftsführer-Wechsel bei drexel und weiss
Der Hauptsitz von Drexel und Weiss befindet sich in Wolfurt. Hartinger

Geschäftsführer Jürgen Fink hat das Unternehmen nach gut drei Jahren schon wieder verlassen. Auf ihn folgt jetzt der bisherige Kundenservice-Leiter Gerrit Boyer.

Bei der drexel und weiss Energieeffiziente Haustechniksysteme GmbH will sich an der Führungsspitze offenbar keine nachhaltige Kontinuität einstellen. Denn der erst im Februar 2021 angetretene Geschäftsführer Jürgen Fink (Jahrgang 1983) hat das Unternehmen bereits wieder verlassen. Das haben wpa-Recherchen ergeben. Fink wurde vor einiger Zeit auch im Firmenbuch als Geschäftsführer gelöscht. 

Gerrit Boyer neuer Geschäftsführer

Auf Jürgen Fink folgt jetzt als neuer Geschäftsführer Gerrit Boyer (Jahrgang 1968). Er war zuvor seit nicht allzu langer Zeit als Leiter Kundenservice bei drexel und weiss tätig. Wochenlange Versuche der wpa-Redaktion, Gerrit Boyer oder Jürgen Fink telefonisch zu erreichen, um mehr über die Hintergründe für den Wechsel zu erfahren, waren bislang erfolglos.

Jürgen Fink Drexel und Weiss
Jürgen Fink hat das Unternehmen verlassen. nina bröll

drexel und weiss gehört seit 2013 mehrheitlich und mittlerweile zur Gänze dem Schweizer Baustoffunternehmen Josias Gasser mit Hauptsitz in Chur. Seither hat es mehrere Geschäftsführer-Wechsel gegeben, auch die Namensgeber haben sich bekanntlich schon seit längerer Zeit zurückgezogen. Im Jahr 2020 hat Christof Drexel auch seine verbliebene Minderheitsbeteiligung abgegeben.

Wirtschaftlich zuletzt wieder erfolgreich

Wirtschaftlich gesehen konnte das Unternehmen in der jüngeren Vergangenheit allerdings wieder Erfolge verbuchen. Im Zuge der internationalen Energiewende profitierte drexel und weiss von der steigenden Nachfrage nach seinen energieeffizienten Haustechnik-Systemen. So rechnete der ausgeschiedene Geschäftsführer Jürgen Fink im wpa-Interview im Dezember 2023 damit, dass der Umsatz im Geschäftsjahr 2023 um etwa 20 Prozent auf rund zwölf Millionen Euro steigen dürfte. Damit hätte das Unternehmen das Geschäftsvolumen seit dem Jahr 2021 beinahe verdoppelt. Zudem betonte Fink damals, dass man auch 2023 profitabel sein werde.

Bilanzgewinn 2023 gestiegen

Die veröffentlichte Bilanz für das Geschäftsjahr 2023 dürfte diese Aussagen jedenfalls bestätigen. So stieg der Bilanzgewinn zwischen 2022 und 2023 von rund einer Million Euro auf 1,85 Millionen Euro, was entsprechende Rückschlüsse auf den Jahresgewinn zulässt. Dementsprechend wuchs das Eigenkapital auf 2,4 Millionen Euro. Beschäftigt werden rund 50 Mitarbeitende. WPA