_Homepage

Passanten zu Großbrand in Lustenau: “Mein Geländewagen war vor einer Woche zum Vorführen da”

HEUTE • 16:34 Uhr
Passanten zu Großbrand in Lustenau: "Mein Geländewagen war vor einer Woche zum Vorführen da"
Die NEUE hat mit Passanten vor der Brandruine in Lustenau gesprochen. stiplovsek (5)

Wie Passanten und Nachbarn den Großbrand in Lustenau und die Alarmierung über den AT-Alert erlebt haben.

Beim NEUE-Lokalaugenschein vor der Brandruine waren auch einige Passanten vor Ort. “Mein Kollege arbeitet hier”, erklärt Günter Hagen, der sich selbst ein Bild vom Ausmaß des Brandes machen wollte. “Unglaublich”, entfährt ihm beim Blick auf einige völlig ausgebrannte Lkw, die vor der Halle stehen. “Gerade letzte Woche holte ich hier noch meinen Geländewagen vom Vorführen ab”, erklärt der Lustenauer.

Passanten zu Großbrand in Lustenau: "Mein Geländewagen war vor einer Woche zum Vorführen da"
Einige, aber nicht alle Lkw konnten vor den Flammen gerettet werden.

Den AT-Alert, der im Zuge der starken Rauchentwicklung ausgelöst wurde, habe er am Morgen auf seinem Handy gesehen, sagt Hagen: “Es hieß, man soll seine Fenster und Türen geschlossen halten.”

Passanten zu Großbrand in Lustenau: "Mein Geländewagen war vor einer Woche zum Vorführen da"
Günter Hagen brachte erst vergangene Woche sein Fahrzeug zum Vorführen in die Firma, die nun in Schutt und Asche liegt.

Auch Linus Prock und Oskar Hämmerle beobachten aus einiger Entfernung die Brandruine. “Auch ich habe die Warnung aufs Handy bekommen”, erzählt Prock, der davon aus dem Schlaf geweckt wurde. “Ich wohne zwar etwas entfernt am Neunerkanal, aber am Morgen hat man auch dort den Brandgeruch wahrgenommen und etwas Asche lag auf den Windschutzscheiben der Autos.”

Passanten zu Großbrand in Lustenau: "Mein Geländewagen war vor einer Woche zum Vorführen da"
Linus Prock und Oskar Hämmerle beobachten die Brandruine aus einige Entfernung.

Oskar Hämmerle hat hingegen erst am Morgen den AT-Alert gesehen und vom Großbrand mitbekommen: “Ich habe tief und fest geschlafen, obwohl ich nur einige hundert Meter entfernt lebe”, sagt er.

Passanten zu Großbrand in Lustenau: "Mein Geländewagen war vor einer Woche zum Vorführen da"
Diese Gefahrenmeldung wurde gegen 1 Uhr nachts ausgelöst. screenshot

Zwei Anwohnerinnen, die anonym bleiben wollten, betonen ihre Dankbarkeit für die Einsatzkräfte: “Wir müssen froh sein, dass die Feuerwehr so schnell vor Ort gewesen ist.” Eine der Nachbarinnen schildert, sie habe mit Ohrstöpseln geschlafen, sei aber aus dem Schlaf gerissen worden: “Es hat laut geknallt. Als ich nach draußen geblickt habe, sind Einsatzkräfte mit Blaulicht vorbeigefahren.” Die andere Nachbarin bemerkte den Brand, als sie spätabends nach Hause kam: “Ich hatte Angst, dass die Flammen übergreifen. In dieser Nacht habe ich keinen Schlaf gefunden, bis fünf Uhr lag ich wach.”