Logistikzentrum Wolfurt: Im Drehkreuz der Paketflut

Seit September ist die 26-jährige Nadine Slamanig als Disponentin der Transportlogistik dafür mitverantwortlich und packt bei Bedarf selbst mit an.
Bis zu 8000 Pakete können pro Stunde im Logistikzentrum der Post in Wolfurt verteilt werden. Vor Weihnachten lag die tägliche Höchstmenge bei bis zu 117.000 Paketen. Kurz gesagt: Jedes Paket, das über die Post nach Vorarlberg geliefert wird oder Vorarlberg verlässt, läuft durch das Post- Logistikzentrum Wolfurt.
Dafür bringen und holen mehrere Dutzend Lastwagenladungen unermüdlich Nachschub zum Sortieren. Ein logistisches Großprojekt, jeden Tag aufs Neue, das aufgrund der stetig zunehmenden Online-Bestellungen auch laufend an Herausforderungen gewinnt.

Wer behält bei dieser wachsenden Paketflut noch den Überblick? Seit September des vergangenen Jahres ist das die 26-jährige Nadine Slamanig. Die gelernte Konditorin ist eher zufällig zum Job der Disponentin gekommen.
Überblick behalten
„Zuerst habe ich mich bei einer anderen Firma als Fahrerin beworben, dann aber schnell gemerkt, dass das nicht so zu mir passt. Danach bin ich auf die Disposition bei der Post aufmerksam geworden“, erzählt die junge Frau. Gemeinsam mit ihrem Vorgesetzten Andreas Peter, dem Leiter der Transportlogistik Wolfurt, organisiert sie unter anderem die Lkw-Routen für die Paketbeförderung in Vorarlberg.
Peter erklärt dazu: „Wir kümmern uns nicht direkt um die Paketlieferung zu den Privatkunden nach Hause. Dafür sind die einzelnen lokalen Zustellbasen zuständig. Wir sind aber die Auffangstation für alle Pakete, die über die Post nach Vorarlberg hinein- oder aus Vorarlberg hinausgehen. Kommt etwa eine Paketladung in Vorarlberg an, wird sie hier sortiert und die Sendungen mittels Lkw an die jeweiligen Zustellbasen in Vorarlberg geliefert. Sendungen für außerhalb Vorarlbergs, werden zu den Logistikzentren in den Bundesländern transportiert.
Mit anpacken
Eine Arbeit, die von genau zwei Personen erledigt wird: Andreas Peter und seit Kurzem auch Nadine Slamanig. Dabei gleicht kein Tag dem anderen, denn die beiden sind nicht nur für die Koordination der Routen verantwortlich. Auch praktisches Anpacken gehört zum Arbeitsalltag, etwa wenn ein Lenker oder ein Fahrzeug ausfällt. „Wenn einmal wirklich sehr viel zu tun ist, kann es schon sein, dass ich an der Laderampe stehe und helfe, die Container auszuladen“, erzählt Slamanig. Zusätzlich ist derzeit geplant, dass die junge Disponentin, wie ihr Vorgesetzter, den Lkw-Führerschein macht. Dadurch wäre es möglich, dass sie im Notfall auch selbst eine Route übernimmt, falls ein Lenker unerwartet ausfällt.

Damit sind die Aufgabenbereiche von Slamanig und Peter aber noch nicht vollständig abgedeckt. Sie kümmern sich auch um die Instandhaltung der Lastkraftwagen, um Personalangelegenheiten, Verrechnung sowie um die Besorgung des Equipments, wie Handschuhe für die Fahrer. Was der jungen Disponentin an ihrem Job am besten gefällt? „Schwer zu sagen, vielleicht die Abwechslung. Man weiß nie genau, wie der Tag wird, das macht es spannend“, sagt Slamanig lachend.