KIT mit neuem Höchststand bei Einsatzzahlen

Das Team der Krisenintervention und Notfallseelsorge Vorarlberg (KIT) hat im Jahr 2025 insgesamt 312 Einsätze absolviert. Dies ist der höchste Wert seit der Gründung 1999.
Wie aus dem aktuellen Jahresbericht 2025 hervorgeht, stieg die Zahl der Einsätze mit 312 im Vergleich zum Jahr 2024 um 27 an – ein neuer Höchststand seit Bestehen des Teams. „Das unterstreicht den hohen Stellenwert und die Bedeutung der psychosozialen Akuthilfe in Vorarlberg“, berichtet KIT-Koordinator Thomas Stubler. Insgesamt wurden 1899 Einsatzstunden ehrenamtlich geleistet und dabei 1325 Personen betreut. Hinter jeder dieser Zahlen stehen Menschen in Ausnahmesituationen. Ob plötzliche Todesfälle, schwere Unfälle oder Suizide – die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des KIT begleiten Angehörige, Freunde oder auch Ersthelfer in den ersten Stunden nach belastenden Ereignissen. „312 Einsätze bedeuten, dass es in 312 Fällen Menschen sehr schlecht gegangen ist“, weiß Stubler.

Ehrenamt
Rund 100 geschulte ehrenamtliche Einsatzkräfte stehen dafür in Vorarlberg rund um die Uhr bereit. Zwölf neue Mitglieder sind im vergangenen Jahr dazugekommen – gleichzeitig gab es erstmals seit der Gründung 1999 keinen einzigen Austritt. Für Stubler ein wichtiges Signal: „Das zeigt, dass es bei uns gut läuft.“ Auch organisatorisch sei das Team gut gerüstet. „Mit 100 Leuten sind wir aktuell gut aufgestellt. Trotz der vielen Einsätze konnten wir jeden Einsatz ohne Verzögerung übernehmen.“

Aufgabenbereiche
Die Aufgabenbereiche haben sich dabei kaum verändert. Nach wie vor geht es vor allem um die Betreuung nach plötzlichen Todesfällen oder um das Überbringen von Todesnachrichten. Gestiegen ist jedoch die Anzahl der Einsätze. Einen Grund dafür sieht Koordinator Stubler auch in der steigenden Bekanntheit: „Wir leisten viel Öffentlichkeitsarbeit und zeigen Einsatzorganisationen, in welchen Situationen wir unterstützen können. Dadurch werden wir häufiger gerufen.“
Getragen wird die Arbeit des KIT nicht nur vom Engagement der Ehrenamtlichen, sondern auch von Spenden und öffentlicher Unterstützung durch den Sozialfonds. Die Hilfe für Betroffene ist kostenlos. KIT-Obfrau Janine Gozzi betont: Gerade in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten sei es „sehr erfreulich, dass wir den nötigen finanziellen Rückhalt bekommen, um unser Hilfsangebot aufrechterhalten zu können“.
Ausbildung
Damit das auch in Zukunft gelingt, plant das KIT Vorarlberg bereits den nächsten Ausbildungskurs. Dieser soll 2027 starten, das Interesse ist schon jetzt groß. „Rund 60 Personen haben sich bereits gemeldet“, so Thomas Stubler.