Metallbauer aus Bludenz pleite: 30 Gläubiger betroffen

Die Firma plagen Verbindlichkeiten in sechsstelliger Höhe.
Am Montag wurde über das Vermögen einer Metallbaufirma in Bludenz ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung am Landesgericht Feldkirch eröffnet. Betroffen ist die Firma Bernhard Kobald, die das Verfahren auf Eigenantrag eingebracht hat. Darüber berichtete der KSV 1870.
Die Gründe für die Zahlungsunfähigkeit sind vielfältig. Ein Betriebsstandortwechsel im November 2025 mit daraus resultierenden Mehrkosten und Umsatzausfällen nennt das Unternehmen als wesentliche Ursache. Hinzu kam eine Fehlkalkulation bei einem Auftrag, die die finanzielle Lage zusätzlich belastete. Die Verbindlichkeiten des Metallbauers belaufen sich auf rund 500.000 Euro, wobei etwa 30 Gläubiger betroffen sind. Ein Dienstnehmer ist von dieser Entwicklung ebenfalls betroffen.
Als Sanierungsverwalter wurde Rechtsanwalt Bernd Widerin aus Bludenz bestellt. Der Schuldner hat bereits einen Sanierungsplan vorgelegt, der eine Quote von 20 Prozent vorsieht, zahlbar innerhalb von zwei Jahren. Eine Liegenschaft ist als Aktiva vorhanden. Die Prüfungs- und Berichtstagsatzung ist für den 11. Juni 2026 am Landesgericht Feldkirch angesetzt. Gläubiger haben die Möglichkeit, ihre Forderungen bis zum 28. Mai 2026 anzumelden.
Das Konkursverfahren wird nun seinen regulären Gang nehmen. Es bleibt abzuwarten, wie sich die vorgeschlagenen Sanierungsmaßnahmen auf die Zukunft des Bludenzer Betriebs auswirken werden und ob die angestrebte Quote von den Gläubigern angenommen wird.