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Ohne Ticket vorn dabei: Sandra Aberer beim Eurovision Song Contest

15.04.2026 • 18:23 Uhr
ESC Vorbereitung
Sandra Aberer wird die Luxemburger „ab dem Zeitpunkt, an dem sie in Wien landen, bis zum Moment, wo sie wieder in den Flieger steigen, wie ein Schatten begleiten.“ privat

Die Vorarlberger Schauspielerin und Kabarettistin Sandra Aberer begleitet die Delegation von Luxemburg beim heurigen Eurovision Song Contest in Wien.

Für viele ist der Eurovision Song Contest ein Spektakel vor dem Bildschirm, denn die Tickets sind rar wie begehrt. Auch Sandra Aberer, Schauspielerin und Kabarettistin aus Vorarlberg, hegt seit vielen Jahren den Wunsch, „diese Welle der Buntheit“ mitzuerleben. Doch statt im Publikum zu sitzen, findet sie sich heuer mitten im Geschehen wieder, nämlich als Begleiterin der luxemburgischen Delegation.

Nachdem ein erster Versuch, an Tickets zu kommen, im letzten Moment scheiterte, schien der Traum zunächst geplatzt. „Ich hatte die Karten schon im Bezahlvorgang und plötzlich war die Sitzung abgelaufen“, erinnert sich Aberer. Statt sich damit abzufinden, setzte sie auf eine andere Möglichkeit und wurde auf das Volontariatsprogramm aufmerksam.

ESC Vorbereitung
privat

1800 Bewerber

Die Entertainerin beschreibt den Bewerbungsprozess als aufwendig. Neben klassischen Unterlagen wie einem Lebenslauf waren mehrere Videos gefordert, die unter anderem ihre Fremdsprachenkenntnisse belegen. Sie hatte Erfolg und wurde Anfang März zu einem weiteren Auswahlverfahren nach Wien eingeladen. 1800 Bewerberinnen und Bewerber konkurrierten dort um die begehrten Plätze, auch für die arbeitsintensive Rolle des „Delegation Host“. So wurde die Frohnatur grundlegend zu ihren Einstellungen, Fähigkeiten und Verfügbarkeit befragt und als eine der über 300 „Delegation Hosts“ ausgewählt.

Für drei Wochen dabei

Während der eigentliche ESC vom 11. bis 16. Mai in der Wiener Stadthalle über die Bühne geht, ist die Vorarlbergerin drei Wochen für das Spektakel unterwegs. Gemeinsam mit zwei Teamkollegen, jeweils Studenten aus Luxemburg, wird sie die gut 30-köpfige Delegation „ab dem Zeitpunkt, an dem sie in Wien landen, bis zum Moment, wo sie wieder in den Flieger steigen, wie ein Schatten begleiten.“

Aberer wirkt vorfreudig, hat aber nur ein abstraktes Bild vom kräftezehrenden Aufwand vor Augen. „Ich glaube, man kann sich das gar nicht wirklich vorstellen, was da alles dahintersteckt“. Erste Einblicke hat sie bereits erhalten: straffe Zeitpläne, Sicherheitsbriefings, Schulungen und eine eigene App, über die sämtliche Abläufe koordiniert werden. „Da merkst du schnell, wie groß das Ganze ist.“

Barfüßige Geigerin

Im Zentrum der Delegation steht die 20-jährige Sängerin Eva Marija, die mit ihrem Beitrag „Mother Nature“ antritt. Die Geigerin präsentiert sich passend zu ihrem Song barfüßig. Dabei gibt sie sich nicht nur natur-, sondern auch ESC-verbunden. „Ich muss gestehen, dass ich schon als kleines Kind ein ESC-Fan war. Der Bewerb ist überhaupt der Grund, weshalb ich angefangen habe, Violine zu spielen“, wie sie der APA berichtet.

ABD0039_20260413 – WIEN – …STERREICH: ++ HANDOUT ++ Eva Marija wird Luxemburg beim Eurovision Song Contest (ESC) 2026 in Wien mit dem Song “Song Mother Nature” vertreten. – FOTO: APA/EBU/PROUWEN FREIDEN – ++ WIR WEISEN AUSDR†CKLICH DARAUF HIN, DASS EINE VERWENDUNG DES BILDES AUS MEDIEN- UND/ODER URHEBERRECHTLICHEN GR†NDEN AUSSCHLIESSLICH IM ZUSAMMENHANG MIT DEM ANGEF†HRTEN ZWECK […]
Eva Marija geht für Luxemburg ins Rennen. APA/EBU/PROUWEN FREIDEN

Was die Show betrifft, will sich Aberer überraschen lassen. „Ich gehe da mit einer neugierigen Naivität rein.“ Natürlich hoffe sie, möglichst nah am Geschehen zu sein, etwa unter fahnenschwingenden Luxemburgern. Sicher ist vorerst nur: Dort, wo bald Millionen von Menschen das Geschehen vor dem Bildschirm verfolgen werden, wird die Vorarlberger Entertainerin live dabei sein.

SAV