Diese Alpenpässe eignen sich ideal für Motorrad-Tagestouren ab Vorarlberg

Mit den ersten warmen Tagen zieht es viele Motorradfahrer wieder in die Alpen, viele Passstraßen rund um Vorarlberg sind bereits geöffnet. Die NEUE zeigt acht Alpenpässe mit kurvenreichen Strecken, spektakulären Panoramen und beeindruckenden Ausblicken in den Bergen.
Mit den ersten warmen Tagen startet für viele Motorradfahrer wieder die Saison in den Alpen. Rund um Vorarlberg warten zahlreiche Passstraßen auf Ausfahrten zwischen engen Kehren, langen Serpentinen und beeindruckenden Bergpanoramen. Die Strecken reichen von kurzen Touren in der Region bis zu bekannten Alpenpässen in Tirol, der Schweiz oder Südtirol.
Viele der Routen zählen seit Jahren zu den beliebtesten Zielen unter Motorradfahrern. Gerade die Mischung aus kurvenreichen Straßen, ständig wechselnden Landschaften und spektakulären Ausblicken macht den Reiz der Alpenpässe aus. Einige Strecken führen auf mehr als 2000 Meter Seehöhe und bieten freie Sicht auf Bergketten, Täler und Gletscher.
Klassiker wie das Hahntennjoch oder das Timmelsjoch locken jedes Jahr zahlreiche Biker an. Gleichzeitig gibt es auch ruhigere Strecken, die mit weniger Verkehr und abwechslungsreichen Abschnitten überzeugen. Je nach Route reicht die Bandbreite von gemütlichen Ausfahrten bis zu langen Tagestouren mit mehreren Passübergängen. Die NEUE stellt acht Alpenpässe vor, die sich ab Vorarlberg besonders gut für Motorradtouren eignen.

Schweiz/Italien: Splügenpass
Die Strecke über den Splügenpass verbindet Graubünden mit Italien und gilt als eine der markantesten Alpenrouten. Vor allem auf der Südseite Richtung Chiavenna ist sie von engen Kehren und einer spektakulären Linienführung geprägt. Die Straße verläuft teilweise entlang von Felswänden, Steigungen und enge Radien wechseln sich ab. Das verlangt eine konzentrierte Fahrweise, belohnt aber mit einem eindrucksvollen Fahrerlebnis.
Anfahrt: 3 Stunden (über die Schweiz)
Passlänge: 40 Kilometer
Höhe: 2113 Meter
Öffnung: geöffnet

Tirol: Kühtaisattel
Der Kühtaisattel verbindet das Ötztal mit dem Inntal und zählt zu den höchstgelegenen ganzjährig befahrbaren Straßen Österreichs. Auf rund 27 Kilometern führt die Strecke in gleichmäßigen Kurven auf über 2000 Meter. Die Straße ist breit ausgebaut, die Linienführung übersichtlich und gut einsehbar. Steilere Abschnitte wechseln sich mit flüssigen Passagen ab, wodurch ein ruhiger Fahrfluss entsteht. Durch die Höhenlage eröffnen sich immer wieder weite Ausblicke auf die umliegende Bergwelt.
Anfahrt: 2,5 Stunden (über Arlberg)
Passlänge: 42 Kilometer
Höhe: 2020 Meter
Öffnung: geöffnet

Tirol: Hahntennjoch
Über das Hahntennjoch führt eine der anspruchsvollsten Passstraßen im Westen Österreichs. Die Verbindung zwischen Imst und dem Lechtal verläuft durch steiles, felsiges Gelände und ist geprägt von engen Kehren sowie teils schmalen Fahrbahnen. Steigungen von über zehn Prozent sind keine Seltenheit, dazu kommen Abschnitte ohne durchgehende Leitplanken. Die Linienführung verlangt eine präzise Fahrweise, was den Pass vor allem für geübte Motorradfahrer interessant macht.
Anfahrt: 2 Stunden (über das Lechtal)
Passlänge: 29 Kilometer
Höhe: 1894 Meter
Öffnung: geöffnet

Vorarlberg: Hochtannbergpass
Eine der beliebtesten Strecken Vorarlbergs führt über den Hochtannbergpass, der den Bregenzerwald mit dem Tiroler Lechtal verbindet. Die Straße verläuft durch eine abwechslungsreiche Landschaft aus Almen und Felsformationen. Mit Steigungen von bis zu 5,4 Prozent bleibt die Strecke gut fahrbar, fordert aber dennoch Aufmerksamkeit. Elf Kehren sorgen für zusätzliche Abwechslung.
Anfahrt: etwa 45 Minuten (über Bregenzerwald)
Passlänge: 34 Kilometer
Höhe: 1676 Meter
Öffnung: ganzjährig befahrbar

Italien/Schweiz: Stilfser Joch
Mit seinen 2758 Metern zählt das Stilfser Joch zu den höchsten und eindrucksvollsten Alpenpässen und verbindet den Vinschgau mit dem oberen Addatal. Die Auffahrt von Prad aus gilt als legendär: In 48 engen Kehren windet sich die Straße den Berg hinauf, die Radien sind teilweise sehr eng, die Strecke bleibt über weite Teile schmal und verlangt eine präzise Linienwahl. Mit zunehmender Höhe öffnet sich der Blick auf eine karge, hochalpine Landschaft, die den Charakter der Strecke zusätzlich prägt. Die Kombination aus Höhe, Streckenführung und dichter Kehrenfolge macht den Pass zu einer fahrerischen Herausforderung, die Erfahrung und volle Konzentration erfordert. Nach der Passhöhe kann die Route entweder weiter Richtung Bormio führen oder über den Umbrailpass nach Santa Maria im Münstertal. Wer früh startet, erlebt die Strecke oft ruhiger und kann den besonderen Charakter besser auskosten. Die gleichmäßige Kehrenfolge sorgt dabei für einen eigenen Fahrfluss, der sich deutlich von anderen Alpenpässen unterscheidet.
Anfahrt: 2,5 bis Stunden (über den Reschenpass)
Passlänge: 32 Kilometer
Höhe: 2758 Meter
Öffnung: Ende Mai

Schweiz: Flüelapass
Als eine der gleichmäßigsten Hochalpenstraßen in Graubünden gilt der Flüelapass, der Davos mit dem Unterengadin verbindet. Die gut ausgebaute Straße zeichnet sich durch eine klare Linienführung aus und ermöglicht ein ruhiges Fahrtempo. Die Auffahrt von Davos verläuft zunächst moderat und wird im oberen Bereich offener, die Kurven sind meist gut einsehbar und erlauben ein sauberes, rhythmisches Fahren.
Anfahrt: 2,5 Stunden (über Davos)
Passlänge: 27 Kilometer
Höhe: 2363 Meter
Öffnung: geöffnet

Österreich/Italien: Timmelsjoch
Das Timmelsjoch verbindet das Ötztal mit dem Passeiertal in Südtirol und zählt zu den eindrucksvollsten Hochalpenstraßen der Ostalpen. Die Strecke bietet eine abwechslungsreiche, gut einsehbare Linienführung. Die hochalpine Lage sorgt für weite Ausblicke, gleichzeitig verlangt der Pass aber eine konzentrierte Fahrweise. Zu Saisonbeginn säumen oft meterhohe Schneewände die Straße.
Anfahrt: 3 Stunden (über Ötztal)
Höhe: 2499 Meter
Passlänge: 49 Kilometer
Öffnung: geöffnet

Schweiz: Albulapass
Zwischen Tiefencastel und La Punt verläuft mit dem Albula-Pass eine der technisch anspruchsvolleren Strecken in Graubünden. Enge Kurven, schmale Abschnitte und wechselnde Radien verlangen eine präzise Fahrweise. Gleichzeitig sorgt der geringe Verkehr für ein ruhiges Fahrgefühl.
Anfahrt: 3 Stunden (über Schweiz)
Höhe: 2312 Meter
Passlänge: 30 Kilometer
Öffnung: geöffnet