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Alles bereit für das Fest

09.10.2026 • 10:00 Uhr
Alles bereit für das Fest
Beim Besuch der NEUE war Ewald Böhler gerade mit dem Aufbau des Riesenrads beschäftigt. Stiplovsek

Wenn Schausteller Ewald Böhler am Blauen Platz mit dem Aufbau beginnt, wissen die Lustenauer: Am Sonntag ist Kilbi!

Wie sind Sie auf diesen Beruf gekommen?
Ewald Böhler:
Eigentlich bin ich durch meine Frau zu diesem Beruf gekommen. Sie hat den Job schon vor mir gemacht, war in diesem Business auf Reisen und dort haben wir uns auch kennengelernt. Sie konnte sich nichts anderes, als diesen Beruf vorstellen und somit bin ich dann auch in diese Richtung mitgegangen. Mittlerweile machen wir das zusammen seit rund 36 Jahren. Es ist ein anstrengender Beruf, aber wenn dann die Gäste kommen, sich freuen, Kinder lachen und Spaß haben, weiß ich, dass es sich lohnt. Für die Kinder ist die Lustenauer Kilbi einfach etwas ganz besonderes, auf das sie übers Jahr ihr Taschengeld sparen. Wenn man vom Kilbigeld wieder etwas mit nach Hause nimmt, bringt das übrigens Unglück. (lacht)

Was ist die größte Herausforderung beim Aufbau?
Böhler:
Die größte Herausforderung bei solchen Projekten ist immer das Wetter. Wenn das Wetter schlecht ist, dann ist der Aufbau immer schwieriger, weil man zum Beispiel bei Regen besser auf die Sicherheit achten muss. Zusätzlich muss man immer auf die Straße und auf die Nachbarschaft aufpassen, dass niemand gestört wird oder gefährliche Situationen mit anderen Verkehrsteilnehmern entstehen.   

Wie gehen Sie mit dieser großen Verantwortung um?
Böhler:
Ja, das stimmt. Es ist wichtig, immer professionell zu bleiben und genau zu arbeiten. Man darf mit dem Kopf nie woanders sein und muss immer konzentriert sein.

Wie lange dauert der Aufbau für die Kilbi normalerweise?
Böhler:
Wir haben am Montag mit dem Aufbau begonnen und dann wird alles in Etappen aufgebaut. Manchmal kommen andere vorbei und bringen einen Kaffee und andere freuen sich einfach und sagen: „Schön, dass du wieder da bist!“ Es ist toll, dass die Gemeinde hinter uns steht und dass wir die ganze Woche zum Aufbauen bekommen. Somit können wir stressfrei arbeiten, man hat mehr Zeit für alles, wir können uns gut an die Begebenheiten rundherum anpassen und notfalls noch reagieren, wenn etwas nicht passen sollte. 

Welche Attraktion bauen Sie am liebsten auf?
Böhler:
Mein Lieblingsgeschäft zum Aufbauen ist der Autoscooter, also der absolute Klassiker unter den Fahrgeschäften. Da braucht bei der Arbeit man den Körper und macht gleichzeitig Sport. Am Abend kommt man dann immer fix und fertig nach Hause.