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Neuer Härtefonds für Sportvereine

17.07.2020 • 19:55 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Zusätzliche Unterstützung vom Land  gibt es für Sportvereine.                                             <span class="copyright">Hartinger</span>
Zusätzliche Unterstützung vom Land gibt es für Sportvereine. Hartinger

Land richtet neuen Fonds und Hotline ein.

Mehr als die Hälfte der Vorarlberger sind ehrenamtlich engagiert. Landesweit sind über 4900 Vereine registriert. „Freiwilliges Engagement ist in Vorarlberg von enormer Bedeutung“ stellte Landeshauptmann Markus Wallner gestern bei einer Pressekonferenz fest. Es sei ein großes Zeichen an Stärke, dass es im Land so viele Ehrenamtliche gebe. Aber das Vereinswesen brauche in der Krise „unsere vollste Unterstützung“, so der Landeshauptmann.

Daher wurde gestern ein neuer Härtefonds präsentiert, der den rund 900 Sportvereinen im Land zugute kommen soll. Dotiert ist er vorerst mit einer Million Euro, so Wallner. Gedacht sind diese Gelder als Zusatzförderung zum NPO (Non-Profit-Organisationen, Anm.)-Unterstützungfonds des Bundes, für den seit 8. Juli Anträge gestellt werden können.

Entfallene Einnahmen

Beim Fonds des Bundes gebe es Fixkostenzuschüsse, aber nur sieben Prozent für entfallene Ausnahmen, führte Sportlandesrätin Martina Rüscher aus. Hier komme der Fonds des Landes zum Tragen, der bis zu 75 Prozent Einnahmenentfall ersetze – gedeckelt mit 10.000 Euro. Anspruchsberechtigt seien Sportvereine und Landes-Sportfachverbände mit Sitz in Vorarlberg sowie Organisationen, die sogenannte Leuchtturmveranstaltungen für den Vorarlberger Sport durchführen, wurde mitgeteilt. Der Fonds wurde gemeinsam mit den Dachverbänden ASVÖ, Union und ASKÖ erarbeitet, die den Vereinen auch bei der Antragstellung behilflich sind. Die Anträge können dann ab 1. August gestellt werden.

Der Fonds gilt vorerst für die ersten drei Quartale des Jahres, also bis 30. September. Ein Großteil der Schäden werde aber erst kommen, meinte Rüscher. Deshalb werde es auch eine Anschlussunterstützung bis Mitte 2021 geben. Auch jene Vereine, die bei der Bundesföderung unter die Bagatellgrenze fallen, könnten um Unterstützung ansuchen, informierte die Sportlandesrätin.

Hotline für Veranstalter

Neben dem neuen Sport-Härtefonds wurde gestern auch eine neue Hotline präsentiert. Unter der Nummer 1450-1 können Organisatoren von Veranstaltungen, aber auch Besucher alle Informationnen dazu einholen. Im Bedarfsfall werden die Anrufer auch an die Verantwortlichen in den zuständigen Bezirkshauptmannschaften weitergeleitet. Ein Leitfaden für Veranstaltungen wurde indes schon vor einigen Wochen erarbeitet und präsentiert. Abrufbar ist er unter www.vorarlberg.at/corona. Darin gibt es einen Überblick über die verpflich­tenden Inhalte eines Covid-19-Präventionskonzepts.
Für Veranstaltungen mit über 100 Teilnehmern – ab August mit über 200 – ist bekanntlich ein Covid-19-Beauftragter vorgeschrieben. Dafür bietet das Rote Kreuz seit Anfang Juli eine Ausbildung an, die allerdings nicht verpflichtend ist. Für diesen Onlinekurs haben sich laut Verantwortlichen bereits 100 Menschen angemeldet. Die Hälfte der Kosten wird dabei vom Land übernommen, wenn der Kurs in Zusammenhang mit einer Vereinstätigkeit absolviert wird, informierte Michael Lederer, Leiter des neuen Büros für freiwilliges Engagement und Beteiligung, dem ehemaligen Büro für Zukunftsfragen (siehe dazu linke Randspalte).

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